Rot-Goldene Traube

Große Eleganz, stilvolle Finesse, präzise Balance

Burgenland
28.08.2026 11:00

Aus mehr als 800 erlesenen Kostproben von 186 Winzern wurden die Top-Weine für das Finale der Rot-Goldenen Traube gekürt.

Eine große Aufgabe hatten drei mehrköpfige Fachjurys im Martinsschlössl in Donnerskirchen zu meistern. Im Rahmen der Prämierung der Rot-Goldenen Traube standen in zehn Kategorien mehr als 800 Weine bereit, um fachkundig beurteilt zu werden. Winzer aus allen Anbauregionen des Burgenlandes haben ihre spannendsten Kostproben eingereicht und rittern nun um den begehrten Weinpreis, der innerhalb weniger Jahre zur wichtigsten Auszeichnung der Branche aufgestiegen ist.

Verkostung für zwei Tage
Zwei Tage lang waren die Begutachter voll konzentriert im Einsatz, unter ihnen Experten wie Wein-Burgenland-Ehrenobmann Matthias Siess und Christian Zechmeister, Neo-Geschäftsführer der Weinakademie Österreich. Sie leiteten jeweils eine Verkosterrunde. Die dritte Jury-Einheit unter dem Vorsitz von Verena Klöckl – engagiert in der Landwirtschaftskammer und im Weinbauverband am Werk – startete die Prüfungen mit 56 Kostproben der Kategorie 2 „Burgundersorten weiß“.

Österreichs Weinkönigin Maria IV. beim Einschenken
Österreichs Weinkönigin Maria IV. beim Einschenken(Bild: Reinhard Judt)

Das erste Fazit: „Saubere, reintönige Weine von guter Qualität mit Trinkfluss, Dichte am Gaumen.“ Etwas vermisst wurden zu Beginn „geschmackvolle Überraschungen“. Trotz durchwegs ausgezeichneter Punktezahl blieb den Jahrgängen 2025 und 2024 kritische Anmerkungen nicht ganz erspart – kein Grund zur Sorge für Konsumenten, in diesem renommierten Fachkreis bedeutet Tadel „jammern“ auf hohem Niveau.

Christian Zechmeister beim Verkosten
Christian Zechmeister beim Verkosten(Bild: Reinhard Judt)

„Jeder Jahrgang eigene Persönlichkeit“
Mit 30 Gläsern der Kategorie „Rosé still“ ging es weiter. Abgang, Tiefgang und Ausgeglichenheit waren im Anschluss bei der Kategorie „Cuvée rot“ gefragt. „Die großen Rotwein-Cuvées aus den Jahrgängen 2024 bis 2021 verkörpern eindrucksvoll die Spitze der burgenländischen Weinkultur: kraftvoll und tiefgründig, zugleich von großer Eleganz, Finesse und präziser Balance“, fasst Klöckl zusammen: „Jeder Jahrgang zeigt seine eigene Persönlichkeit.“

Die Rosé-Weine präsentieren sich elegant und finessenreich, mit feiner Frucht, lebendiger Frische und harmonischer Struktur. Die besten Drei aller zehn Kategorien kommen ins Finale am 9. Oktober in Oslip.

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