Historischer Fußball-Abend für Andorra! Inter d‘Escaldes hat sich als erster Klub des nur rund 90.000 Einwohner zählenden Zwergstaates für die Ligaphase eines UEFA-Bewerbs qualifiziert. Mitten im Jubel: Maurizio Pochettino, Sohn von Star-Trainer Mauricio Pochettino.
Andorras Meister setzte sich im Play-off der Conference League gegen den kosovarischen Meister KF Drita Gjilan durch. Nach einem 2:2 im Hinspiel entwickelte sich das Rückspiel am Donnerstagabend zu einem echten Krimi. Nach 90 Minuten und nach der Verlängerung stand es jeweils 0:0, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Und dort behielten die Andorraner die besseren Nerven. Inter setzte sich mit 4:2 durch und machte damit den größten internationalen Erfolg in der Fußballgeschichte des Landes perfekt. Der Eintritt für das Rückspiel war sogar frei, damit möglichst viele Fans diesen Moment miterleben konnten.
Noch nie zuvor geschafft
Der Triumph bedeutet weit mehr als nur den Aufstieg in die Conference League. Noch nie zuvor hatte es ein Verein aus Andorra geschafft, die Qualifikation zu überstehen und in die Ligaphase eines europäischen Wettbewerbs einzuziehen. Inter d‘Escaldes aus der Kleinstadt Escaldes-Engordany durchbrach nun diese Schallmauer und darf sich erstmals mit Klubs auf der großen europäischen Bühne messen.
Pochettino trifft vom Punkt
Einen Anteil am historischen Coup hatte auch ein Mann mit einem prominenten Nachnamen. Maurizio Pochettino trat im Elfmeterschießen an und verwandelte seinen Versuch. Der Angreifer ist der Sohn von Mauricio Pochettino. Der 54-Jährige ist aktuell Trainer der US-Nationalmannschaft und machte sich zuvor bei einigen der größten Klubs Europas einen Namen. Unter anderem stand er bei Tottenham Hotspur, Paris Saint-Germain und dem FC Chelsea an der Seitenlinie.
Während sein Vater seine Trainerkarriere mittlerweile in den USA fortsetzt, schreibt der Sohn nun in Andorra seine ganz eigene Fußball-Geschichte.
Mit seinem verwandelten Elfmeter half Maurizio Pochettino Inter d‘Escaldes dabei, als erster Klub des Landes überhaupt in eine Europacup-Ligaphase einzuziehen.
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