Nachdem es im Anschluss an das Champions-League-Qualifikationsspiel zwischen Olympique Lyon und Fenerbahce (2:1 für Fenerbahce) zu einer Schlägerei gekommen war, hat sich Hauptprotagonist Matteo Guendouzi nun über die Social-Media-Kanäle seines Vereins zur Causa geäußert.
Hintergrund: Vor, während und nach der Partie war der Franzose immer wieder mit den Fans des Heimteams aneinandergeraten. Beim Aufwärmen etwa zeigte der Fenerbahce-Profi den Lyon-Anhängern den Mittelfinger, nach der Partie jubelte er mit Olympique-Marseille-Fangesängen (Marseille gilt als Erzrivale Lyons).
„60.000 Menschen, die meine Familie beleidigt haben“
Wieso er das tat? „Man muss wissen, dass bereits während des gesamten Aufwärmens – also noch vor dem Spiel – sehr viele Fans im Stadion gemeinsam ein Lied gesungen haben, in dem sie meine Mutter, meine Familie und meine Kinder beleidigt haben“, erklärte der Mittelfeldspieler, der selbst mehrere Jahre bei Marseille unter Vertrag stand, in einer Videobotschaft. „Das gesamte Stadion hat gemeinsam gesungen, es waren mindestens 50.000 bis 60.000 Menschen, die gleichzeitig meine Familie beschimpft haben.“
Was den 27-Jährigen besonders ärgert: In der Ligue 1 meldet sich in solchen Situationen meistens der Stadionsprecher zu Wort und mahnt die Zuschauer und droht mit einem Spielabbruch, im Champions-League-Qualifikationsspiel am Mittwoch sei das allerdings nicht der Fall gewesen.
„Wenn deine gesamte Familie mehr als 120 Minuten lang beleidigt wird, ist das schwierig und niemals angenehm. Und du selbst sollst dann nicht das Recht haben, den Sieg gemeinsam mit deinen Fans und deinen Mitspielern zu feiern? Auch das finde ich nicht richtig“, so Guendouzi weiter. „Ich habe nichts Falsches und nichts Aggressives getan.“
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