Ausweichroute im Blick

Lkw: Horitschon will „Mautflüchtlinge“ ausbremsen

Burgenland
27.08.2026 08:00

Die Pläne für die Lkw-Maut im Burgenland sollen, wie berichtet, noch einmal überarbeitet werden. Im Bezirk Oberpullendorf wird über eine Ausweitung auf die B 62 nachgedacht. Eine mögliche Ausweichroute für soll damit unterbunden werden.

Laut aktuellem Stand soll die Maut ab 2027 auf drei Landesstraßen für den Schwerverkehr gelten. Im Mittelburgenland ist dafür die B 61a vom Grenzübergang Rattersdorf bis zur Anschlussstelle der S 31 vorgesehen.

Fahrverbot wirkt nur teilweise
In der Gemeinde Horitschon wird befürchtet, dass dann verstärkt  „Mautflüchtlinge“ auf der B 62 zur S 31 fahren. Auf der Straße gilt zwar ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen – ausgenommen ist nur der Ziel- und Quellverkehr. Die neue Lkw-Maut soll aber bereits ab 3,5 Tonnen zu bezahlen sein. „Für alle Fahrzeuge, die nicht vom Fahrverbot betroffen sind, wird dann ein Ausweichen über die B 62 interessant“, erklärt Bürgermeister Gerhard Petschowitsch (SPÖ).

Bürgermeister Gerhard Petschowitsch will zusätzlichen Lkw-Verkehr auf der B 62 vermeiden.
Bürgermeister Gerhard Petschowitsch will zusätzlichen Lkw-Verkehr auf der B 62 vermeiden.(Bild: Reinhard Judt)

Er hat deshalb mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) Gespräche geführt. Sollte eine Lkw-Maut kommen, dann tritt Petschowitsch dafür ein, die B 62 in die Liste der Mautstraßen mitaufzunehmen. „Dadurch wäre die Durchfahrt für Lkw durch unsere Gemeinde unattraktiver und zusätzlicher Verkehr könnte vermieden werden“, meint der Bürgermeister. Dazu hat er auch eine Stellungnahme im Rahmen des Begutachtungsverfahrens abgegeben.

Dorner: „B 62 in die Diskussion mitnehmen“
Landesrat Dorner bestätigt die Gespräche: „Das Begutachtungsverfahren im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren dient dazu, bei Bedarf inhaltlich noch nachzuschärfen.“ Bei der Lkw-Maut mache man gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft. Zentrales Anliegen sei es, den Transitverkehr und insbesondere jenen Schwerverkehr, der unsere Landesstraßen als Ausweichrouten nutzt, wieder auf das dafür ausgelegte Autobahnnetz zu lenken. „Deshalb werden wir wie angekündigt im Laufe der Begutachtung auch die B 62 bei Deutschkreutz in die Diskussion mitaufnehmen, um eine Lösung im Sinne der betroffenen Gemeinden und Anrainer zu finden“, erläutert Dorner.

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