CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Geheim-Besuch am Dienstag in Moskau vor einem Angriff auf NATO-Verbündete gewarnt. Das berichten Top-Beamte, die in den Trip eingeweiht waren. Ratcliffe habe auch auf weniger Unterstützung für den Iran gedrängt.
Schon mehrmals warnten die US-Geheimdienste davor, dass Russlands Machthaber Wladimir Putin weiter eskalieren könnte, indem er ein NATO-Land in Osteuropa angreift. Der Zweck: Die Reaktion des Westens auszutesten und das Militärbündnis zu spalten.
Diese mögliche nächste Aggression war ein Grund, warum der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes am Dienstag für wenige Stunden nach Moskau flog, wie das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ unter Berufung auf anonyme Insider berichten.
„Vor jeglicher Eskalation gewarnt“
Demnach habe er Russland vor allem mit Blick auf die baltischen NATO-Partner Estland, Lettland und Litauen vor einer Eskalation gewarnt. „Bei seinem Treffen ging es in erster Linie darum, Russland vor jeglichen eskalierenden Maßnahmen gegen die baltischen Staaten zu warnen“, zitierte „Politico“ einen Insider.
Zudem habe CIA-Chef Ratcliffe den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren, mit dem sich die USA im Krieg befinden.
Berichte widersprechen Trump
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Radio-Interview allerdings gesagt, dass es bei dem Besuch nicht darum gegangen sei, Russland vor einem Angriff gegen die NATO zu warnen. Trump spielte die Mission generell herunter und bezeichnete sie in dem Interview als „halbwegs routinemäßig“.
Kreml: Kein Treffen mit Putin
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Mittwoch bestätigt, dass Ratcliffe für Gespräche „zwischen den Geheimdiensten“ nach Moskau gekommen war, gab aber nichts zu den besprochenen Inhalten preis. Der Vertraute von Präsident Wladimir Putin betonte lediglich, dass es kein Treffen des Kremlchefs mit Ratcliffe gegeben habe.
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