Angriff in Ostukraine

Zivilist getötet: Russische Armee prahlt mit Video

Ausland
24.08.2026 10:34

Eine russische Drohne hat nahe Kramatorsk in der Ostukraine einen Zivilisten getötet. Die russische Armee prahlte mit dem Video in sozialen Medien, löschte es aber bald darauf.

Es ist ein Video, das zeigt, wie kaltblütig die russische Armee in der Ukraine vorgeht: Ein junger Mann in Zivil fährt auf seinem Mountainbike eine Schotterstraße entlang, da lässt der Pilot seine Kampfdrohne aufsteigen und auf den Radler zufliegen.

Keine Überlebenschance
Der Mann bremst und weiß sofort, dass es um sein Leben geht. Er redet – im Video unhörbar – auf den Drohnenpiloten ein, der ihn über die Kamera sieht. Langsam bewegt sich der Radfahrer rückwärts, über ihm schwebt die Drohne. Als er absteigt und wegzuspringen versucht, fliegt das unbemannte Fluggerät auf ihn zu und explodiert. Das Video endet abrupt.

Die Aufnahme verschwand aus dem Telegram-Kanal, wurde aber archiviert:

Die 3. Garde-Kombinierte-Waffen-Armee Russlands veröffentlichte das Video mit ihrem Wappen als ...
Die 3. Garde-Kombinierte-Waffen-Armee Russlands veröffentlichte das Video mit ihrem Wappen als Wasserzeichen.(Bild: Screenshot)

„Feindliche Kräfte ausgeschaltet“
Veröffentlicht wurde die Aufnahme am Freitag im offiziellen Telegram-Kanal der 3. Garde-Kombinierte-Waffen-Armee Russlands. Mithilfe von FPV-Drohnen habe man „feindliche Kräfte ausgeschaltet“, hieß es in der Beschreibung dazu. „Wieder einmal verliert der Feind Personal und seine Verstecke. Es gibt keinen Ort mehr, an dem er sich vor unseren Kämpfern verstecken kann“, wird geprahlt.

Russische Quellen behaupten, dass der junge Mann selbst ein Drohnenpilot gewesen sei. Dafür gibt es aber keine Belege. Nachdem das unabhängige russische Medium Astra über den Angriff berichtete, wurde das Video aus dem Telegram-Kanal gelöscht. 

Drohnenjagd auf Zivilisten
Immer wieder gibt es solche Drohnenangriffe auf ukrainische Zivilisten, sie sind gut dokumentiert. Besonders in der Stadt Cherson nutzt Russland derartige Attacken, um die Bevölkerung zu terrorisieren. Die Rede ist von „Drohnen-Safari“. Absichtliche Angriffe auf Zivilisten stellen schwerwiegende Verletzungen von humanitärem Recht dar und sind Kriegsverbrechen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung