Für Jahrzehnte kannte ihn die Welt als den netten Dicken aus Sitcoms wie „Roseanne“ oder Filmen wie „King Ralph“. Jetzt verriet John Goodman Details, wieso es ihm lange schwergefallen war, sein Übergewicht loszuwerden. Zuerst habe es am Alkohol gelegen, dass er nicht fit werden konnte, und danach, weil „ich wie ein Alkoholiker gegessen habe“.
Goodman verriet, dass er 2007 beschlossen hatte, dem Alkohol abzuschwören. Die ständigen Drinks seien daran schuld gewesen, dass er verlorene Pfunde schnell wieder drauf hatte. Dem „The New Yorker“ verriet der 74-Jährige: „Wenn ich über den Sommer durch Fitnesstraining 60 Pfund verloren habe, kamen die danach schnell wieder zurück und wurden 70, 80 Pfund. Das war ermüdend.“
Reha-Klinik, um sein Leben zu retten
Durch Alkohol konnte er „sofortige Befriedigung“ erlangen: „Das Problem daran ist, dass es einem eigentlich egal ist, was unmittelbar danach passiert.“ Das habe bei ihm zu immer schlimmeren Katern geführt. Wenn er eine Pause machte, fing er an zu zittern: „Dann musste ich trinken, um das Zittern wieder loszuwerden – weshalb ich in einen Teufelskreis geriet.“
Er geriet an einen Punkt, an dem er wusste, dass er „so oder so in einer Klinik landen“ würde. Er entschied sich für die Reha-Klinik, „um mein Leben zu retten“. Während des Entzugs wurde ihm klar, dass er durch den Alkohol das wirkliche Leben aus den Augen verloren habe: „Ich hatte mich zudem auch nicht weiterentwickelt und erkannte, wie egoistisch ich durch den Alkohol geworden war.“
Trocken – aber das Gewicht explodierte
Doch kaum war er trocken, explodierte sein Gewicht noch mehr: „Meine Beziehung zum Essen war immer sehr kompliziert, weil mein Gewicht auch Teil meiner TV-Personality war, die alle kannten.“ Zudem habe er „wie ein Alkoholiker gegessen“. Sprich, er konnte nicht stoppen, wenn er erst einmal angefangen hatte, weil Essen wie Alkohol eine Sucht war.
Als er dann 2011 zum ersten Mal die 180-Kilo-Grenze überschritt, beschloss er, sich auf eine „Fitnessreise zu begeben“. Heute wiegt er weniger als die Hälfte seines Gewichts in seinen Schwergewicht-Zeiten. Auch mental ist er besser drauf denn je: „Ich hatte viel Therapie und bin heute happy. Ich wünschte nur, ich könnte besser relaxen – weil die besten Sachen passieren, wenn ich relaxt bin.“
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