Schlögl reagierte

Eisbullen: „Der Funke sprang nicht mehr über“

Sport
21.10.2026 11:30

Nach dem sportlichen Absturz der Eisbullen zog Manager Helmut Schlögl erneut die Reißleine. Mit Teemu Levijoki soll bereits der dritte Trainer innerhalb eines halben Jahres die Salzburger wieder auf Kurs bringen. Der Finne steht schon heute gegen Olimpija Ljubljana erstmals an der Bande.

Angesichts des Spielverlaufs beim 0:6 gegen Linz am Freitag und des Endresultates haben wir über das Wochenende ernsthafte Gespräche geführt und entschieden, dass Veränderungen nötig sind. Das war ein Prozess über mehrere Tage“, erklärte Eisbullen-Manager Helmut Schlögl die zweite Trainerentlassung bei den Salzburgern binnen eines halben Jahres. Schon im April beurlaubte er den erfolglosen Manny Viveiros. Mit Alan Letang als neuem starken Mann blieb der Erfolg ebenfalls aus.

Das Scheitern in der Ligaphase der Champions Hockey League und der Absturz in der Liga auf Rang elf brachten das Fass erneut zum Überlaufen. „Der Trainingsalltag und die Art und Weise, wie die Mannschaft auf dem Eis agiert hat, haben den Funken nicht mehr überspringen lassen, sodass sie den Turnaround nicht geschafft hätte“, meinte Schlögl. Auf der Suche nach einem Nachfolger wurde der Tiroler im eigenen Haus fündig. Mit Teemu Levijoki soll nun endlich jener frische Wind wehen, den man sich schon im Sommer erhofft hatte.

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Seine Qualitäten kannten wir durch seine Arbeit beim Farmteam

Helmut Schlögl

Für den Finnen, der seit 13 Jahren in der Organisation tätig ist und von den Juniors aus der Alps Hockey League quasi befördert wurde, sind die Eisbullen die allererste Station im Profibereich. „Seine Qualitäten kannten wir durch seine Arbeit beim Farmteam. Wenn man sich die Entwicklung seiner Mannschaften anschaut, die im August mit dem Training beginnen und wo diese im Dezember dann stehen, sieht man die Handschrift seiner Arbeit. Diese hat uns dann, auch nach Gesprächen mit der Mannschaft, überzeugt“, stellte der 48-Jährige klar.

 „Jetzt schauen wir nach vorne!“
Um die Saison der Bulls zu retten und um die Zweifel rund um seine Person ersticken zu lassen, muss der dritte Trainerschuss innerhalb von sechs Monaten sitzen. „Ein Buch rückwärts zu lesen ist einfacher als vorwärts. Klar ist man selbstkritisch. Ich kann aber nur sagen, dass wir sehr viel im Vorfeld getan haben. Dass die Situation jetzt so ist, ist nicht schön“, haderte auch der Klubboss mit den Fehlgriffen auf der Trainerbank. Wie gut die Trainerwechsel tatsächlich wirkt, kann man sich schon heute Abend ansehen. Da gastiert Ljubljana in Salzburg. „Jetzt schauen wir nach vorne!“, gab sich Schlögl kämpferisch.

Kämpferisch zeigten sich auch die Juniors beim Trainer-Debüt von Antti Aarnio. Nach Rückstand siegte das Farmteam bei Jesenice noch 4:2.

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