Mysteriöser Großalarm
44 Menschen krank: Großeinsatz in Elbphilharmonie
Übelkeit, Schwindel und Erbrechen statt Film-Dreh: In der Hamburger Elbphilharmonie ist es am Donnerstagmorgen zu einem größeren Rettungseinsatz gekommen. 44 Menschen mussten medizinisch versorgt werden, zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht.
Hunderte Komparsen hatten seit etwa 1 Uhr nachts für Dreharbeiten einer internationalen Filmproduktion in dem Konzerthaus gearbeitet. Am Morgen klagten mehrere von ihnen über Beschwerden und mussten sich teilweise übergeben. Daraufhin wurde der Rettungsdienst alarmiert.
Zahlreiche Notrufe – Großaufgebot!
Die Feuerwehr rückte wegen der zahlreichen Notrufe mit einem Großaufgebot aus. Insgesamt wurden 44 Betroffene vor Ort medizinisch versorgt. 42 von ihnen wurden als leicht, zwei als schwer erkrankt eingestuft. Die beiden schwer erkrankten Personen wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Als mögliche Ursache steht eine Lebensmittelvergiftung im Raum. Mehrere Erkrankte sollen angegeben haben, von einem vegetarischen Nudelsalat gegessen zu haben. Der Verdacht richtet sich damit möglicherweise auf Teile des Caterings für die Komparsen. Eine bestätigte Ursache lag zunächst jedoch nicht vor.
Einsatzkräfte stundenlang vor Ort
Die Hamburger Feuerwehr sprach zunächst lediglich von einem „medizinischen Ereignis“ und machte keine Angaben zu den möglichen Hintergründen. Rund 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes waren nach Angaben des „Stern“ etwa zwei Stunden im Einsatz.
Nach Angaben eines Sprechers der Elbphilharmonie waren rund 500 Menschen an den nächtlichen Dreharbeiten beteiligt. Am Donnerstagmittag konnte der Großteil der Komparsen das Gebäude verlassen.
Regulärer Betrieb geht weiter
Für den regulären Betrieb der Elbphilharmonie hatte der Einsatz nach den vorliegenden Angaben keine Folgen: Die geplanten Konzerte sollten wie vorgesehen stattfinden.

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