Transfrau in Haft

Deutsche Polizistin vergewaltigte 14-Jährige

Ausland
06.10.2026 16:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Bayern hat eine Polizistin gestanden, die 14-jährige Tochter ihrer Freundin vergewaltigt zu haben. Zuvor hatte sie dem Mädchen auch eine pornografische WhatsApp-Nachricht geschrieben. Sie wurde jetzt zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Die Transfrau, die derzeit in der Männerabteilung der Justizvollzugsanstalt München sitzt, hatte zugegeben, die 14-Jährige bei einem gemeinsamen Ausflug auf der Toilette eines Fast-Foods-Lokals vergewaltigt zu haben. „Sie hat angegeben, dass sie sich das selbst nicht erklären konnte. Sie sei in einer Art Tunnel gewesen“, sagte der Vorsitzende Richter. Zuvor hatte sie dem ungefähr 40 Jahre jüngeren Mädchen eine pornografische WhatsApp-Nachricht geschrieben.

Die Täterin bot der Jugendlichen später ihr Motorrad an. Das lehnte diese ab, sie soll laut deutschen Medien nun 11.000 Euro bekommen. Zu Verhandlungsbeginn hatten sich die Generalstaatsanwaltschaft und die Verteidigung auf einen Deal geeinigt, der eine Gefängnisstrafe von drei bis dreieinhalb Jahren vorsah. Voraussetzung dafür war das umfassende Geständnis der Transfrau.

Dateien mit Gewaltszenen an Kindern gefunden
Die inzwischen vom Dienst suspendierte Beamtin wurde aber nicht nur wegen Vergewaltigung und Missbrauch von Jugendlichen, sondern auch wegen Körperverletzung und des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. Bei ihr waren Dateien gefunden worden, die brutale Gewaltszenen an Kindern zeigen. Die jüngsten Opfer sollen etwa drei Jahre alt gewesen sein.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft der 55-Jährigen die Herstellung tierpornografischer Inhalte vorgeworfen. Es wurde auch einschlägiges Material bei ihr gefunden. Allerdings konnte laut dem Gericht nicht nachgewiesen werden, dass sie die Videos mit einem Hund auch verbreiten wollte. Das sei laut Strafgesetzbuch die Voraussetzung für eine Strafe, hieß es. Die Transfrau wurde in diesem Zusammenhang somit nicht verurteilt.

Hilfe für Gewaltbetroffene

  • Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at
  • Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at
  • Frauenhaus-Notruf unter 057722
  • Österreichische Gewaltschutzzentren: 0800/700-217
  • Polizei-Notruf: 133

Wo die ehemalige Polizistin ihre Strafe absitzen muss, ist noch unklar. Zunächst war sie in der Frauenabteilung der Haftanstalt, dann wurde sie in die Stadelheimer Männerabteilung verlegt. Dort sei sie heftigen Anfeindungen ausgesetzt gewesen, sagte der Richter. Es könne sich allerdings „vorstellen, dass es in der Frauenabteilung nicht viel anders ist“. „Sie werde keine leichte Zeit vor sich haben“, prognostizierte er.

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