Wahnsinnstat gefilmt
Schwertangriff in Schweden: Schülerin (17) tot!
Schock an einer Schule im schwedischen Fagersta: Bei einem Angriff mit einem Schwert am Freitag wurden eine 17-Jährige getötet und weitere Jugendliche verletzt. Der 18-jährige Angreifer ist ein Ex-Schüler des Instituts, er soll seine Wahnsinnstat auch noch gefilmt haben. Zudem ist er bereits amtsbekannt und soll verschiedene Schulmassaker verherrlicht haben.
Das Mädchen sei gefunden worden, nachdem die Polizei die Schule betreten und den Angreifer angeschossen und festgenommen habe, sagte der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson am Freitagabend bei einer Pressekonferenz. Bei den Schwerverletzten soll es sich um drei Buben handeln.
Ein Jugendlicher konnte mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden. Zwei Burschen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren, von denen einer notoperiert werden musste, werden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.
Schulmassaker verherrlicht
Der mutmaßliche Täter wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Er ist amtsbekannt, soll diverse Schulmassaker in den sozialen Medien verherrlicht haben. Auch soll er vor Jahren einen Mitschüler gewalttätig attackiert haben. Der „Stern“ zitiert schwedische Tageszeitungen, die von einer „psychiatrischen Erkrankung“ berichten.
Vor der Tat soll der junge Mann ein Foto seines Schwertes auf TikTok veröffentlicht haben, so die „Tagesschau“. Der Account wurde bereits gesperrt, schwedische Medien berichten allerdings, dass auch Videos von der Wahnsinnstat hochgeladen wurden. Der 18-Jährige befindet sich in Polizeigewahrsam. Zum Motiv ist noch nichts bekannt.
Hunderte Kerzen entzündet
In Fagersta herrschen Entsetzen und Trauer. In der 12.000-Einwohner-Stadt kenne „jeder jeden“. Das Schuljahr an der Brinellskolan hatte erst kürzlich begonnen, am Campus wurden Hunderte Kerzen für das Opfer entzündet. Erst im Feber 2025 wurden bei einem Amoklauf in Örebro elf Schüler getötet und weitere verletzt. Man habe nach Örebro „eine ganze Menge unternommen“, doch offensichtlich müsse noch „mehr getan“ werden. König Carl XVI. Gustaf bekundete sein Beileid.
Um 14 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf wegen des Verdachts auf „laufende tödliche Gewalt“ an der Brinellskolan, einer weiterführenden Schule in Fagersta, ein. Die Gemeinde teilte mit, dass eine Person mit einem Schwert in die Schule eingedrungen sei und mehrere Menschen verletzt habe. Um 14.16 Uhr konnte der Attentäter von der Polizei überwältigt werden.
Polizei schoss Täter ins Bein
Das schwedische „Aftonbladet“ berichtet, dass der mutmaßliche Täter von der Polizei ins Bein geschossen worden sei. Anschließend sei der Mann festgenommen worden. „Wir haben zwei Schwerverletzte aufgenommen“, sagte Jonas Cederberg, Gesundheitsdirektor der Region Västmanland, dem schwedischen Rundfunk. Eine weitere Person sei auf dem Weg, bei ihr sei die Lage noch unklar.
Ein Schüler erzählte dem schwedischen Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einen Mitschüler in den Arm gestochen habe. „Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: Ruft die Polizei! Ruft die Polizei!“ Die Polizei durchsuchte das Gebäude, befragte Zeugen und führte eine technische Untersuchung durch. „Wir werden auch prüfen, ob es möglicherweise Kameraaufnahmen gibt, die für die Ermittlungen hilfreich sein könnten“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT.
Alle verfügbaren Kräfte zu Schule geschickt
Nach Angaben von „Aftonbladet“ soll auch die nationale Spezialeinheit der schwedischen Polizei am Einsatzort gewesen sein. Demnach wurde die Einheit am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr aus Stockholm eingeflogen. Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut Medienberichten stundenlang nicht verlassen.
Besorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten nach Angaben des Fernsehsenders SVT. „Man ist unruhig“, sagte eine Frau, deren Tochter am Nachmittag in der Schule ausharren musste, einer Reporterin. Das Mädchen habe sehr viel Angst, es gehe ihr schlecht.
„Schreckliche Nachrichten“: Reaktionen auf den Angriff
Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson schrieb in einer SMS an den Fernsehsender SVT, man wisse noch nicht, was hinter der Tat stecke, „aber wir wissen, dass die Polizei sehr intensiv arbeitet“. Justizminister Gunnar Strömmer sagte dem schwedischen Fernsehen: „Die Regierung steht in engem Kontakt mit der Polizei und verfolgt die Entwicklungen laufend.“
Auch die Chefin der schwedischen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, kommentierte den Vorfall. Bei der Plattform X schrieb sie: „Schreckliche Nachrichten aus Fagersta. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und allen, die davon berührt sind.“ Ganz Schweden stehe in dieser schweren Stunde an der Seite von Fagersta. Bei der Schule handelt es sich den Angaben zufolge um eine weiterführende Schule in der Kommune Fagersta mit rund 500 Schülerinnen und Schülern.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.