319 Todesopfer

Nach Erdbeben: Kolumbien ruft den Notstand aus

Ausland
20.08.2026 22:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Toten auf 319 gestiegen. Über 4500 Menschen wurden verletzt und 260 weitere gelten als vermisst. Nun hat die Regierung einen 30-tägigen Notstand ausgerufen. Auch Shakira will beim Wiederaufbau ihrer Heimat helfen.

Der Notstand gilt für 15 Departamentos. Damit kann die Regierung unter anderem schneller Geld für Nothilfe und Wiederaufbau mobilisieren und staatliche Mittel umschichten.

„Müssen an mehreren Fronten gleichzeitig handeln“
„Das Ausmaß dieser Tragödie erfordert es, dass wir an mehreren Fronten gleichzeitig handeln: die Suche nach unseren Vermissten fortsetzen, uns um die Verletzten und Betroffenen kümmern, die lebenswichtige Infrastruktur wiederherstellen und bereits jetzt den Wiederaufbau der betroffenen Regionen vorbereiten“, schrieb der erst seit zwei Wochen amtierende Präsident Abelardo De La Espriella auf der Plattform X.

Wiederaufbau wird wohl über elf Milliarden Euro kosten
Die sogenannte wirtschaftliche, soziale und ökologische Notstandserklärung erlaubt der Regierung zudem, vorübergehend Dekrete mit Gesetzeskraft zu erlassen, wie die Zeitung „El Tiempo“ berichtete. Demnach werden die Kosten des Wiederaufbaus nach einer vorläufigen Schätzung des Nationalen Planungsamtes auf rund 40 Billionen kolumbianische Pesos (rund 11,3 Milliarden Euro) veranschlagt.

Shakira teilte schon vor einigen Tagen ihr Mitgefühl auf X:

Shakira hilft beim Wiederaufbau
Am Montag hatte der aus Kolumbien stammende Weltstar Shakira das schwer betroffene Departamento Chocó an der Pazifikküste besucht und finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Schulen versprochen. Ihrer Stiftung „Pies Descalzos“ (Barfuß) seien bereits Spenden in Höhe von einer Million US-Dollar (864.000 Euro) für den Wiederaufbau zugesagt worden, sagte sie.

Erdbeben der Stärke 7,4 verwüstete Teile des Landes
Der Erdstoß der Stärke 7,4 hatte am 10. August vor allem Teile im Westen Kolumbiens hart getroffen. Besonders betroffen waren die Regionen Valle del Cauca mit der Großstadt Cali, aber auch die Departamentos Chocó und Risaralda. Mehr als 31.000 Wohnhäuser wurden den Behörden zufolge zerstört, mehr als 163.000 beschädigt. Über 300 Gebäude stürzten ein.

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