Popstar Shakira hat am Montag das von dem Erdbeben besonders schwer getroffene Gebiet Departamento Choco in ihrem Heimatland Kolumbien besucht. Dabei sagte sie finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau von zerstörten Schulen zu. Laut einer ersten Schätzung sind Milliardenschäden in dem südamerikanischen Land zu erwarten.
Der Besuch der Sängerin an der Pazifikküste fand gemeinsam mit dem US-Philanthropen Howard Buffett statt – rund eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,4, das Hunderte Todesopfer gefordert hat. Seit mehr als zwanzig Jahren sei ihre Stiftung „Pies Descalzos“ (Barfuß) in der vernachlässigten Region im Nordwesten Kolumbiens aktiv, erklärte Shakira vor Journalisten. Die Organisation unterstützt den Bau von Schulen und Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche.
Shakira hat Angst, „dass so viele Menschen in Vergessenheit geraten“
„Am meisten macht mir Sorgen, dass all diese Schulen nach Ablauf des Ausnahmezustands nicht wieder aufgebaut werden, dass so viele Menschen in Vergessenheit geraten (...) und unsere Kinder nicht wieder in die Schule gehen können“, so Shakira in Quibdó, der Hauptstadt des Departamentos.
Die für Welthits wie „Hips Don‘t Lie“ und „Waka Waka“ bekannte Sängerin erklärte, ihr seien bereits Spenden in Höhe von einer Million US-Dollar (864.000 Euro) für den Wiederaufbau zugesagt worden. Neben beschädigten Schulen soll auch eine technische Hochschule wiedererrichtet werden. Außerdem sind zehn komplett neue Schulen geplant.
Die Gesamtschäden in den betroffenen Regionen im Westen des Landes beliefen sich auf etwa 30 Billionen Pesos (etwa 8,3 Milliarden Euro), teilte der erst seit eineinhalb Wochen amtierende Präsident Abelardo de la Espriella am Montag (Ortszeit) in einer Videoansprache mit. Unterdessen versprach Kolumbiens Popstar Shakira Hilfe für zerstörte Schulen.
27.000 Wohnhäuser zerstört
An Gebäuden seien Schäden in Höhe von etwa 24,5 Billionen Pesos (etwa 6,8 Milliarden Euro) entstanden, an Infrastruktur in Höhe von 5,5 Billionen Pesos (etwa 1,5 Milliarden Euro), berichtete de la Espriella. Es handle sich um eine Schätzung eines privaten Unternehmens. Knapp 27.000 Wohnhäuser seien zerstört, mehr als 120.000 seien beschädigt worden. „Stellen Sie sich das Ausmaß der Katastrophe vor“, sagte der Präsident.
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