Große Zerstörung

Kolumbien: Mindestens 20 Tote nach schwerem Beben

Ausland
10.08.2026 17:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,4 im Westen Kolumbiens sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Der Bürgermeister der am stärksten betroffenen Stadt Pereira sprach am Montag gegenüber lokalen Medien von mindestens 20 Toten in seiner Gemeinde. Berichte über Schäden und Verletzte gab es auch aus anderen Landesteilen.

Aus der Millionenstadt Cali wurden mindestens 20 eingestürzte Häuser berichtet. Unter den Trümmern würden noch mehrere Menschen vermutet. Die genauen Schäden würden nun mithilfe von Drohnen ermittelt. Auch in Quibdó gab es laut der zuständigen Gouverneurin „Verletzte und schwere Schäden an Häusern“.

Zahlreiche Freiwillige beteiligen sich an der Suche nach Überlebenden.
Zahlreiche Freiwillige beteiligen sich an der Suche nach Überlebenden.(Bild: EPA/ERNESTO GUZMAN JR)
Das Epizentrum lag nahe der Gemeinde San Jose del Palmar in der Provinz Choco an der ...
Das Epizentrum lag nahe der Gemeinde San Jose del Palmar in der Provinz Choco an der Pazifikküste.(Bild: EPA/ERNESTO GUZMAN JR)
Patienten mussten aus Spitälern in Sicherheit gebracht werden.
Patienten mussten aus Spitälern in Sicherheit gebracht werden.(Bild: EPA/ERNESTO GUZMAN JR)

In Bogotá wurden Gebäude evakuiert, die Schäden in der kolumbianischen Hauptstadt beschränkten sich dem Bürgermeister zufolge aber auf Risse in Gebäuden. Viele Menschen liefen in Panik auf die Straßen, als die Alarmsirenen ertönten.

Erdstöße waren weithin zu spüren
Das kolumbianische Institut für Geowissenschaften und die US-Erdbebenwarte USGS gaben die Stärke des Bebens mit 7,4 an. Das Epizentrum lag demnach nahe der Stadt San José del Palmar südlich von Medellín in der Region Chocó im Nordwesten des Landes. Die Erdstöße waren aber auch in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sowie in Panama und Venezuela, wo zuletzt zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 mehr als 6000 Menschenleben gefordert hatten, zu spüren.

An den kleineren Flughäfen in Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura wurde der Flugverkehr „aus Sicherheitsgründen“ eingestellt, wie die Luftfahrtbehörde mitteilte. Ein Tsunami sei nicht zu befürchten, erklärten Behördenvertreter.

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