Aus dem IV. Open Call der Kärntner Kulturstiftung (KKS) sind zwei Siegerprojekte hervorgegangen, die am Donnerstag in Anwesenheit der drei Stiftungsvorständinnen im Rahmen einer Pressekonferenz in der Zentrale der Kärntner Sparkasse in Klagenfurt vorgestellt worden sind.
Peripherien im Wandel: Unter dieses weitläufige Thema haben Monika Kircher, Ina Lerchbaumer und Gabriele Semmelrock-Werzer als Kulturstiftungs-Führungstrio den vierten Open Call 2027/2028 gestellt. Nicht peripher, sondern mittendrin, sind beim Pressegespräch alle Beteiligten und mit ihnen Ermöglicher wie Preisträger von zwei Siegerprojekten, die Dank der KKS auch umgesetzt werden können. „Wir freuen uns sehr, dass insgesamt 64 Einreichende aus ganz Österreich und aus allen Sparten an der Ausschreibung teilgenommen haben. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig unsere Arbeit zur Förderung von Kunst und Kultur in Kärnten ist“, so Monika Kircher.
Nomadische Erzählräume als Impulsgeber in Kärnten, die Wissenschaft, Kunst, regionale Vereine und interessierte Öffentlichkeit miteinander ins Gespräch bringen und neue Dialogräume öffnen, entwickeln Nicole Six und Paul Petritsch in Zusammenarbeit mit Jeanette Pacher. Ihr Siegerprojekt „Von Klagenfurt nach Klagenfurt – dialogisch den Horizont expandieren“, basiert auf einer ungewöhnlichen historischen Verbindung, geschuldet der Österreichisch-Ungarischen Nordpol-Expedition (1872 – 1874) und der Benennung einer arktischen Insel nach Klagenfurt als Dank für die Unterstützung.
Stefan Breuer und Sebastian Hicks assoziieren „Peripherien im Wandel“ mit Gezeitenzonen, die für die beiden Architekten und Forscher im Kontext der multiplen Veränderungen unserer Zeit stehen. Imposante Bühne für ihr Projekt „Resonanz der Gezeiten – ein Kärntner HolzOval im Dialog mit der Welt“, ist ein ovaler Holzbau, dessen Hülle aus 108 Faltstühlen besteht – um mit Gesprächen, öffentlichen Veranstaltungen und Interventionen über ein Jahr hinweg an verschiedenen Orten in Kärnten vielschichtigen Wandel in ökologischer, sozialer und digitaler Hinsicht sichtbar und erlebbar zu machen.
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