Hoffnung auf Regen

Noch immer kein Aufatmen bei Italien-Inferno

Kärnten
20.08.2026 12:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit Tagen kämpfen Einsatzkräfte in Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien gegen Waldbrände. Zwar hat sich die Lage inzwischen etwas verbessert, doch zahlreiche Brandherde werden weiterhin überwacht.

Auch wenn die besonders kritische Phase nach Einschätzung der Behörden inzwischen weitgehend überwunden ist, gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung: Nach dem aktuellen Lagebericht der Zivilschutzbehörde werden mehrere Brandstellen weiterhin vom regionalen Forstdienst kontrolliert.

Betroffen sind unter anderem der Monte Nero bei Tarvis. Auch am Monte Palavierte im Gemeindegebiet von Tolmezzo bleibt ein Brandherd aktiv. Am Monte Amariana bei Amaro ist die Situation dagegen inzwischen unter Kontrolle.

Einige Straßen bleiben in der Provinz Udine geschlossen
Trotz der verbesserten Situation bleiben Verkehrsmaßnahmen in Kraft. Die Regionalstraße UD 125 „del Sasso Tagliato“ zwischen Tolmezzo und Amaro ist weiterhin gesperrt. Der Verkehr wird über die Staatsstraße SS 52 „Carnica“ umgeleitet. Auch eine Gemeindestraße bei Amaro bleibt geschlossen.

Eine entscheidende Rolle könnte nun das Wetter spielen. Bis Freitag werden in der Region weitere Gewitter und Niederschläge erwartet. Die Behörden hoffen darauf, dass die angekündigten Regenfälle dazu beitragen, die letzten Brandherde endgültig zu löschen.

Große Hilfsbereitschaft aus Kärnten
Die Lage wird von den Kärntner Behörden in Abstimmung mit den italienischen Partnern weiterhin laufend beobachtet. Sollte sich die Situation in Friaul wieder verschärfen und neuerliche Unterstützungsmaßnahmen am Weißensee notwendig werden, sind die Kärntner Einsatzstrukturen jederzeit handlungsbereit, teilte der Kärntner Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) mit.

„Der grenzüberschreitende Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft in den vergangenen Tagen haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Nachbarschaft in Krisenzeiten ist. Dass zurzeit keine Wasserentnahmen mehr nötig sind, ist eine positive Nachricht“, so Fellner.

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