Mit Thema Wohnungen

Kommunisten wollen in den Klagenfurter Gemeinderat

Kärnten
20.08.2026 12:01

Die KPÖ tritt zu den Klagenfurter Gemeinderatswahlen 2027 an. Mit Schimmel, undichten Fenstern und der Unterstützung von der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr soll der Einzug gelingen. Dafür haben die Kommunisten aber nur ein Mini-Budget.

Leistbares Wohnen und der gemeinnützige Wohnbau, genau mit diesen Themen wollen die Kärntner Kommunisten rund um Landesvorsitzende Bea Samwald in Klagenfurt punkten. Samwald wird auch die KPÖ in die kommende Gemeinderatswahl führen, immerhin „braucht es eine Kraft im Gemeinderat, welche nicht im Streit versinkt“, sagt die Sozialarbeiterin.

„Lästig sein“ beim Thema Wohnen
Seit längerer Zeit ist das Thema Wohnen ein Steckenpferd der Kommunisten in Österreich. Und damit soll auch in Klagenfurt auf Stimmenfang gegangen werden. „Es kann nicht sein, dass Gemeindewohnungen verkauft oder vernachlässigt werden“, erklärt Samwald, die mit ihrem Team bei zahlreichen Haustür-Gesprächen die prekäre Lage am Wohnungsmarkt in der Landeshauptstadt für sich nutzen möchte. „Schimmel und undichte Fenster sind ein großes Thema.“

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Gemeindewohnungen sind im Besitz der Allgemeinheit und dürfen nicht so einfach verkauft werden.

Bea Samwald, Spitzenkandidatin der KPÖ in Klagenfurt

Und genau bei diesem Thema will die KPÖ, wenn der Einzug in den Gemeinderat gelingt, auch „lästig sein“. Zudem arbeiten die Kommunisten aktuell ein Reformpapier zur Wohnungssituation in Klagenfurt aus, welches an die Stadtregierung übergeben werden soll.

Unterstützung kommt auch aus Graz
In mehreren Landeshauptstädten gelang es den Kommunisten in den vergangenen Jahren der Einzug in den Gemeinderat. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist Graz. In der steirischen Landeshauptstadt konnte die KPÖ sogar den Bürgermeistersessel erobern und auch verteidigen.

„Wir zeigen ganz gut, wie der Umgang mit Gemeindewohnungen aussehen soll“, sagt die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr, die bei dem Thema den Kärntner Kommunisten zur Seite springt.

Elke Kahr unterstüzt Bea Samwald im Wahlkampf.
Elke Kahr unterstüzt Bea Samwald im Wahlkampf.(Bild: Handler Wolfgang)

Das Thema Wohnen wird für den Einzug in den Klagenfurter Gemeinderat wohl nicht reichen. Daher will die KPÖ auch auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Kinderbetreuung und den Abbau von Bürokratie in Klagenfurt setzen.

Doch vor Samwald, die bei der letzten Nationalratswahl als Kärntner Spitzenkandidatin ins Rennen ging, und ihrem Team liegt eine gewaltige Hürde. Immerhin besteht die Gefahr, dass die KPÖ durch die zahlreichen Streitereien der Stadtregierungsparteien in der öffentlichen Wahrnehmung untergeht. Und ein Wahlkampfbudget von 20.000 Euro ist hierbei keine große Hilfe.

Dafür könnte den Kommunisten die Rechnerei in die Karten spielen. Denn mathematisch gesehen brauchen sie 2,2 Prozent der Stimmen um den Einzug in den Gemeinderat zu schaffen. Bei der letzten Nationalratswahl konnten sie in Klagenfurt rund 2,6 Prozent holen.

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