Nach fünf Jahren

Zwischenbilanz: Energiewende ist voll auf Kurs

Burgenland
20.08.2026 19:00

Burgenland Energie zog fünf Jahre nach Strategiewechsel eine Zwischenbilanz. Das Ziel sei, bis 2023 energieunabhängig zu sein. 

Bis 2030 soll das Burgenland energieunabhängig sein. Eingeleitet wurde der Umbau des Energiesystems 2021 mit dem Start der Unternehmensstrategie „Change“ in der Burgenland Energie.

„Nachhaltige Werte geschaffen“
Laut dem Vorstandsvorsitzenden Stephan Sharma könne man nun nach fünf Jahren sagen, dass dies keine Vision mehr auf dem Papier sei, sondern längst in Umsetzung: „Wir haben den Eigenversorgungsgrad von 50 auf rund 75 Prozent erhöht, unsere erneuerbare Erzeugung massiv ausgebaut und gleichzeitig nachhaltige Werte für das Burgenland geschaffen.“ Gelungen sei gemeinsam mit den Menschen und Gemeinden – trotz Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs, globaler Lieferengpässe und einer Wirtschaftskrise.

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Energieunabhängigkeit ist keine Vision auf dem Papier, sondern längst in Umsetzung.

Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender Burgenland Energie

Ausbau von Windkraft und Speichern
Die Grundlage dafür bildete der massive Ausbau der von Windkraft, Photovoltaik und Speichern. „Die Burgenland Energie hat in den vergangenen fünf Jahren ihre Erzeugungskapazität mehr als verdoppelt und damit als einzelnes Unternehmen mehr zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität geschaffen als einzelne österreichische Bundesländer im selben Zeitraum“, erklärt Sharma.

Ebenso entstand mit dem „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ Europas erste Energiegemeinschaft für eine gesamte Region mit rund 70.000 Mitgliedern. „Gleichzeitig haben wir unseren Unternehmenswert auf 1,6 Milliarden Euro verdoppelt“, so Sharma. Der Ausbau durch Windkraft-, Photovoltaik- und Speicherprojekte soll in den kommenden Jahren weitergehen.

Das Wasserstoffprojekt in Nickelsdorf ist vorerst auf Eis gelegt. Laut dem Burgenland-Energie-Chef sei es fertig entwickelt, es würden aber noch bundesgesetzliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung fehlen.

Kriterien für Datenenter
Zum möglichen Rechenzentrum in Nickelsdorf meinte Sharma, dass man diese Wirtschaftszweige künftig brauchen werde. Gemeinsam mit dem Land würden derzeit Kriterien für Datencenter erarbeitet. Eines davon werde ein geschlossener Kühlkreislauf sein. Laufende Wasserentnahmen soll es nicht geben, so der Burgenland-Energie-Chef.

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