Die Waldbrände im Friaul sind so extrem, dass in Kärnten Rauchgeruch und Rauchentwicklung zu bemerken sind. Das sorgte in den Sonntagmorgenstunden für einige Anrufe bei der Landesalarm- und Warnzentrale. Die Brände in Italien weiten sich indessen aus.
„In der vergangenen Morgenstunden sind rund 35 Notrufe in der Landesalarm- und Warnzentrale eingegangen. Die Anrufer meldeten überwiegend Rauchentwicklung beziehungsweise deutlichen Rauchgeruch“, heißt es Sonntagfrüh.
Die Luftqualität in Tolmezzo wird von italienischen Behörden sowie in Kärnten durch die Abteilung 8 des Amtes der Kärntner Landesregierung laufend überwacht
Landesalarm- und Warnzentrale
Ursache ist die derzeit starke Rauchentwicklung infolge der Waldbrände im Raum Tolmezzo und Amaro in Friaul-Julisch Venetien. „Aufgrund der aktuellen Windströmung wird der Rauch in Richtung Kärnten verfrachtet.“ Die übermittelten Satellitenbilder zeigen die großräumige Rauchentwicklung.
„Ruhe bewahren“
Auch die Kärntner Einsatzorganisationen stehen mit den zuständigen Behörden in Kontakt und beobachten die Entwicklung. „Die Bevölkerung wird ersucht, bei Wahrnehmung von Rauchgeruch oder eingeschränkter Sicht Ruhe zu bewahren und die Notrufnummern nur bei tatsächlichen Notfällen zu wählen“, will man beruhigen.
Die LAWZ nimmt seit 1991 unter anderem rund um die Uhr Feuerwehr- sowie Alpinnotrufe entgegen und empfängt Signale von 1200 Brandmeldeanlagen in Kärnten.
Die seit Tagen wütenden Waldbrände bei Tolmezzo, Illegio, Chiusaforte und Malborghetto im nahen Kanaltal breiten sich weiter aus. Bei Tolmezzo waren bereits Evakuierungen notwendig. „Die grenzüberschreitende Katastrophenhilfe bleibt aufrecht“, so Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner.
Auch am Montag werden also italienische Löschflugzeuge von 8 bis 13 Uhr am Weißensee Wasser entnehmen. Wie lange diese Wasserentnahmen notwendig sein werden, ist noch ungewiss.
Polizei, Wasserrettung, Wasserdienst, Behörden, Gemeinde und Feuerwehr sorgen seit Tagen dafür, dass die Flugzeuge ungehindert Wasser aufnehmen können und kein Badegast oder Bootslenker im Weißensee in Gefahr gerät.
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