Das ungewöhnlich enge Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und seiner Assistentin Natalie Harp ist zuletzt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ein neuer Vorfall, der nun ans Licht kam, irritiert viele Beobachter: Um bei ihrem Chef zu sein, fuhr die 35-Jährige sogar in einem Kofferraum mit. Sogar ihr Bruder ortet eine „ungesunde Obsession“.
„Du bist alles, was für mich zählt“, soll Harp in einem ungewöhnlichen Brief an Trump offenbart haben, wie „New York Times“-Journalisten kürzlich enthüllt haben. So ist es auch unvorstellbar für die Assistentin, ihren Chef nicht zu einem Gerichtstermin zu begleiten. Als in einem Autokonvoi zu dem Termin kein Platz mehr für sie war, soll die äußerst loyale Mitarbeiterin in der Lobby des Trump Tower getobt haben.
Kofferraum von Geländewagen statt Sitzplatz
Es entbrannte laut dem Sender CNN ein heftiger Streit – Harp beharrte darauf, dass Trump sie persönlich gebeten habe, bei der Gerichtsverhandlung teilzunehmen. Da ihr ein Sitzplatz in dem Konvoi weiterhin verweigert wurde, sprang sie kurzerhand in den Kofferraum eines Geländewagens, um ihrem Chef nicht von der Seite zu weichen.
Die skurrile Episode unterstreicht die enge Beziehung, die Harp seit dessen zweiter Amtszeit zum Präsidenten hat. Laut „New York Times“ ist sie rund um die Uhr für Trump im Dienst. Eine ihrer bedeutendsten Aufgaben: Sie versorgt Trump pausenlos mit Artikeln und ausgedruckten Social-Media-Postings. Zu diesem Zweck soll sie sogar einen tragbaren Drucker mit sich führen.
Bruder: „Ungesunde Obsession“ für Trump
Selbst Harps Bruder macht sich Sorgen wegen ihrer ungewöhnlichen Nähe zu ihrem Chef. Preston Harp sprach von einer „ungesunden Obsession“ seiner entfremdeten Schwester für den Präsidenten. „Ich glaube, Trumps beste Freunde sind seine größten Fans, und sie ist wohl sein größter Fan, deshalb mag er sie wahrscheinlich“, sagte Preston gegenüber CNN. „Und außerdem sieht sie gut aus. Sie hat eine gute Persönlichkeit.“
Preston erinnerte sich auch daran, dass Natalie Harp schon vor ihrem Job bei Trump eine „Besessenheit“ für Politik hatte und dass sie „Briefe an andere Präsidenten geschrieben“ habe, insbesondere an Präsident George W. Bush während des Irakkriegs. „Ihr Traum hat sich endlich erfüllt“, so ihr Bruder.
Die loyale Mitarbeiterin begründet ihre Zugewandtheit zu Trump jedoch anders: Sie verdanke Trump ihr Leben: Er habe ihr mit seiner Unterschrift zum „Right to Try“-Gesetz den Zugang zu einer experimentellen Behandlung gegen Knochenkrebs ermöglicht. Da habe sie beschloessen, ihr Leben Trump zu widmen und sei zu einer engen Beraterin geworden, erklärte sie auf dem Republikanischen Nationalkonvent 2020.
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