Kalifornier überlebte

Schlange biss in Vene: 54 Dosen Gegengift nötig

Ausland
14.07.2026 10:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seine Hilfsbereitschaft ist einem Mann in Kalifornien beinahe zum Verhängnis geworden: Chris Howarth wollte eine undichte Wasserleitung bei seinen Eltern im Garten überprüfen, dabei wurde er zweimal von einer Klapperschlange gebissen – ein Biss traf eine Vene. Der Mann brauchte 54 Dosen Gegengift, um zu überleben.

Nach der unliebsamen Begegnung mit dem Reptil in Oroville ging es Howarth rasch sehr schlecht: Er litt unter einer tauben Zunge, die Lymphknoten schwollen an und er hatte Probleme beim Atmen. Seine Ehefrau dachte erst, er würde scherzen – als sie den Ernst der Lage schließlich erkannte, raste sie mit ihm ins Spital.

Gift gelangte direkt in den Blutkreislauf
„Ich wurde zweimal gebissen, und einer der Bisse war eher oberflächlich, aber der andere traf meine Vene“, schildert das Bissopfer den Vorfall. Obwohl er innerhalb einer Stunde nach den Schlangenbissen ein Gegengift erhielt, endete seine Tortur damit nicht. Denn ein Biss traf eine Vene, das Gift konnte daher „direkt in seinen Blutkreislauf“ gelangen, wie seine Gattin Jenny Howarth gegenüber „SFGate“ erklärte. 

Das Bissopfer musste während der Behandlung in ein anderes Krankenhaus verlegt werden.
Das Bissopfer musste während der Behandlung in ein anderes Krankenhaus verlegt werden.(Bild: gofundme.com/f/wwsjg9-help-chris-recover-from-rattlesnake-bite)

In den nächsten Tagen beschreibt Howarth seine gesundheitliche Lage als Achterbahnfahrt: Nach Verabreichung einer Ampulle Gegengift kamen die Symptome innerhalb weniger Stunden wieder zurück. Am dritten Tag hatte er schließlich eine gefährliche Blutgerinnungsstörung – er drohte zu verbluten. Noch dazu ging der Vorrat an Antiserum im Krankenhaus zur Neige. 

Bissopfer schrieb schon Abschiedsbriefe
„Da die Situation ziemlich beängstigend war, war ich mir nicht sicher, ob ich das überstehen würde. Irgendwann habe ich ein paar Briefe an meine Kinder geschrieben, damit sie wenigstens noch einen letzten Brief von Papa haben“, erklärte Howarth. Als es nach 36 verabreichten Dosen kein Gegengift mehr im Spital gab, musste er in ein anderes Krankenhaus verlegt werden. Dort bekam er ein anderes Serum – dort waren weitere 18 Dosen nötig.

Insgesamt musste das Opfer zwölf Tage im Spital verbringen, die meisten davon auf der Intensivstation. Normalerweise sind nur ein paar Dosen Gegengift nach einem Klapperschlangenbiss erforderlich. Noch Wochen nach dem Vorfall war Howarth nicht in der Lage, seinem Job als Briefträger nachzugehen. 

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