Vor zwei Wochen hat die Regierung den Entwurf für die neue Wehrdienst-Reform vorgelegt – die Pläne für die Änderungen des Grundwehrdienstes betreffen aktuell nur Männer. Es entscheiden sich aber immer mehr Frauen für eine Ausbildung beim Heer, 2025 waren es deutlich mehr als fünf Jahren zuvor.
Wenn Frauen eine Ausbildung beim Bundesheer machen wollen, müssen sie eine Eignungsprüfung samt medizinischer Untersuchung über sich ergehen lassen. Dieser ist genau gleich wie die Stellungsuntersuchung für Männer. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Frauen für diesen Schritt entschieden.
2025 absolvierten 449 Frauen im Rahmen der Eignungsprüfung einen Gesundheitscheck. Fünf Jahre zuvor war die Zahl noch deutlich kleiner: 2020 waren es nur 183 Frauen. Die Zahl wuchs über die Jahre sukzessive an. 2023 nahmen bereits 334 Frauen an einer derartigen Untersuchung teil, wie aus einer Anfragebeantwortung von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) an die FPÖ hervorgeht.
FPÖ fordert „konkretes Modell“
Die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat sich im Regierungsprogramm den Ausbau der Stellungsstraße des Bundesheeres zur Gesundheitsstraße auch für Frauen zum Ziel gesetzt. Seit September 2025 befasst sich eine Arbeitsgruppe mit der Erstellung eines Konzepts zur Beurteilung des Potenzials der Stellungsstraßen.
„Wenn die Infrastruktur vorhanden ist und das Ministerium den Mehrwert einer repräsentativen Datenerhebung anerkennt, muss daraus endlich ein konkretes Modell entstehen. Gerade bei Prävention zählt Zeit“, sagt FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker.
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