Abschlusstag der Langbahn-Europameisterschaften in Paris sind Österreichs Männerstaffel über 4 x 100 Lagen und Christian Giefing über 400 m Kraul in den Vorläufen ausgeschieden. Der 18-Jährige blieb in 3:49,14 Min. 1,22 Sek. über seiner vor einem Monat bei Junioren-EM-Bronze fixierten Bestzeit und belegte Rang 20.
Mit der Staffel wurde der Burgenländer gemeinsam mit Max Halbeisen, Luka Mladenovic und Lukas Edl in 3:35,60 Min. unter 19 Staffeln 15.
Rekord deutlich verpasst
Damit verpasste das neu komponierte OSV-Quartett den von Bernhard Reitshammer, Valentin Bayer, Simon Bucher und Heiko Gigler im Juni 2022 bei der Budapest-WM fixierten OSV-Rekord doch um 2,80 Sek. Die genannte Equipe hatte vor zwei Jahren in Belgrad EM-Gold geholt, wurde aber leistungsbedingt in der französischen Hauptstadt nun zur Gänze ausgetauscht. Das neue rot-weiß-rote Staffel-Team zählt gemeinsam 33 Lenze weniger als das der Triumphatoren von Serbien. Die erfolgreiche Titelverteidigung war freilich illusorisch.
Finale jeweils außer Reichweite
2,27 Sek. fehlten im Endeffekt auf den Aufstieg in den Endlauf. „Bei mir allein waren es zwei Sekunden“, meinte Mladenovic über seinen schwächeren Split. „Am ersten 50er habe ich es noch ganz gut gemacht, dann bin ich aber leider komplett gebrochen.“ Giefing hatte nur rund 35 Minuten zwischen dem 400-m-Vorlauf und seinem Staffeleinsatz, mehr als 200 m Ausschwimmen ging sich dazwischen nicht aus. „Ich habe richtig gemerkt, dass ich noch das Laktat von den 400 drinnen gehabt habe. Ich habe leider die Staffel ein bisschen runtergezogen“, gab auch er sich selbstkritisch.
Sehr zufrieden mit sich konnten Halbeisen und Edl sein. Halbeisen markierte als Startschwimmer persönliche Bestzeit über 100 m Rücken, mit 54,13 Sek. fehlen dem Vorarlberger nur noch acht Zehntel auf den 17 Jahre alten OSV-Rekord von Markus Rogan. „Besser kann es nicht laufen“, sagte der 22-Jährige auf seine Leistung bezogen. „Das nächste Mal ist auch mit der Staffel mehr drinnen. Ich fand es richtig cool, mit der Staffel da mal für Österreich dabei zu sein.“ Edls fliegender Split betrug gute 51,68 Sek. „Ich glaube, ich habe es ziemlich gut hingekriegt“, erklärte der 19-Jährige.
Giefing hatte davor den Aufstieg über den 400er in den Endlauf der Top acht um 2,81 Sek. verfehlt. „Es war relativ schwer, das Feld war extrem dicht. Ich hätte klare (persönliche) Bestzeit gebraucht für das Finale“, erkannte der Burgenländer. „Nach den ganzen Bewerben war es leider klar, dass es nicht passiert.“ Und auf die Staffel bezogen: „Es ist ein guter Weg in die richtige Richtung.“ Giefings vierter Platz über 200 m Kraul war das zweitbeste OSV-Ergebnis bei diesen Titelkämpfen, darüber lag Bronze von Mladenovic über 200 m Brust.
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