Polizei-Großeinsatz am Samstagnachmittag im idyllischen Innsbrucker Stadtteil Igls! Schauplatz war die mittlerweile leer stehende Villa von Signa-Gründer und Milliarden-Pleitier René Benko. Nach einem ausgelösten Einbruchsalarm wurden mehrere Streifen zu dem luxuriösen Anwesen beordert. Ein stundenlanger Einsatz war die Folge.
Mehrere Polizeiautos, zivile Streifenfahrzeuge, Spurensicherung, Drohne & Co.: In Innsbruck-Igls sorgte das Großaufgebot von Einsatzkräften am Samstagnachmittag für Aufsehen. Exakt um 13.03 Uhr war dort ein Einbruchsalarm ausgelöst worden. Beim Tatort handelte es sich um die Villa des weiterhin in U-Haft befindlichen Signa-Gründers René Benko.
Die genauen Tatortangaben stammen freilich nicht von der Polizei. Vonseiten der Exekutive hieß es nur lapidar: „Es wurde eine Türe eines Hauses aufgebrochen.“ Haus ist in diesem Zusammenhang ob des extravaganten Anwesens wohl mehr als untertrieben ...
Drohne kreiste über Anwesen
Der Einsatz dauerte jedenfalls mehrere Stunden, wie Augenzeugen gegenüber der „Krone“ schilderten. Auch eine Drohne sei über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Stunden immer wieder rund um das Anwesen gekreist. Später sei dann auch noch die Spurensicherung vor Ort gewesen. Gegen Mitternacht wurde bei der Benko-Villa erneut Polizei gesichtet.
Im Zuge der Durchsuchung konnten keine Personen im Gebäude festgestellt werden. Es wurden nach derzeitigem Stand auch keine Gegenstände gestohlen.
Ermittler von der Polizei
Und die Einbrecher? „Im Zuge der Durchsuchung konnten keine Personen im Gebäude festgestellt werden. Es wurden nach derzeitigem Stand auch keine Gegenstände gestohlen“, heißt es von den Ermittlern.
Spuren wurden gesichert und werden nun ausgewertet. Die Ermittlungen zur Ausforschung der Kriminellen sind im Gange.
Einbruchsalarm bereits Anfang Juli
Der luxuriöse Prachtbau in Igls, der derzeit verwaist ist, war nicht zum ersten Mal Schauplatz eines Einbruchs. Bereits Anfang Juli hatten Unbekannte versucht, in die Villa gewaltsam einzudringen. Die Täter scheiterten jedoch an den massiven Sicherheitsvorkehrungen. Gestohlen wurde damals jedoch etwas vom Grundstück – eine rund 300 Kilogramm schwere Dinosaurier-Skulptur des Künstlers Philippe Pasqua.
Wie geht es mit der Villa des Milliarden-Pleitiers René Benko in Innsbruck-Igls weiter? Zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass aus dem prächtigen Anwesen ein Luxushotel werden könnte.
Doch ginge das so einfach? „Die auch als ,Benko-Villa‘ bekannte Liegenschaft am Viller Steig 2 ist im rechtskräftigen Flächenwidmungsplan gemäß § 38 Abs. 1 des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) als reines Wohngebiet gewidmet. Eine Hotelnutzung ist auf Grundlage dieser Widmung nicht zulässig“, hieß es zuletzt vonseiten der Stadt Innsbruck.
Eine touristische Nutzung würde daher „ein konkretes Projekt sowie ein Widmungsverfahren mit abschließendem Beschluss des Innsbrucker Gemeinderats“ voraussetzen. Je nach Art und Größe eines möglichen Vorhabens wären zudem die geeignete Widmungskategorie nach dem Tiroler Raumordnungsgesetz sowie die erforderlichen gewerbe- und betriebsanlagenrechtlichen Genehmigungen zu prüfen, hieß es weiter.
Außerdem würden für das Grundstück vertragliche Verpflichtungen zum Erhalt des Baumbestandes bestehen, die bei einer allfälligen Projektentwicklung zu berücksichtigen wären.
Derzeit liegt kein Projekt vor
Aktuell würde für die Liegenschaft in Innsbruck-Igls aber weder ein Ansuchen noch ein konkretes Projekt für eine Umnutzung als Beherbergungsbetrieb vorliegen, betonte die Stadt. Grundsätzlich sei man aber „offen für qualitätsvolle Entwicklungen“. Im Fall würde man „entsprechende Vorhaben anhand klarer Kriterien“ prüfen.
Voraussetzung sei dabei „ein nachvollziehbarer Mehrwert für Igls und seine Bevölkerung“. Sollte ein Projekt eingereicht werden, sind „dessen Qualität, die Auswirkungen auf den Standort sowie der konkrete Nutzen für den Stadtteil maßgeblich“, so Stadtplanungsstadträtin Janine Bex (Grüne).
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