Kundmachung des Landes zu riesigen Batteriespeicher wirft neue Fragen auf. ÖVP sieht darin Hinweise auf fortgeschrittene Planungen. Die Burgenland Energie widerspricht.
Die Debatte um ein mögliches Rechenzentrum in Nickelsdorf geht weiter. Die ÖVP sieht die Planungen weiter fortgeschritten als bisher dargestellt und fordert Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) auf, alle Fakten auf den Tisch zu legen. Anlass ist eine Kundmachung des Landes zu einem geplanten Groß-Batteriespeicher in Neusiedl am See-Weiden.
Darin heißt es: „Weiters soll der Speicher zukünftig einem projektierten Rechenzentrum dienen.“ ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits verlangt von Doskozil Auskunft über den konkreten Projektstand, bereits bestehende Vereinbarungen und laufende Vorbereitungen. Energiesprecher Markus Ulram fordert zudem Antworten zum Wasser- und Energiebedarf, zur notwendigen Infrastruktur und zu den Auswirkungen auf die Region.
Doskozil verweist auf bereits „Gesagtes“
Im Büro des Landeshauptmannes verweist man auf Nachfrage auf dessen bisherige Aussagen. Demnach gebe es derzeit Gespräche über eine mögliche Ansiedlung, konkrete Daten zum Wasserverbrauch lägen noch nicht vor. Der Landeshauptmann hätte bereits vor einigen Tagen klargestellt: Sollte der Wasserbedarf Dimensionen wie bei einem Rechenzentrumsprojekt in Oberösterreich erreichen, werde es eine solche Anlage im Burgenland nicht geben.
Der in der Kundmachung angeführte Batteriespeicher soll eine Kapazität von 1388 Megawattstunden haben und aus 246 Batteriecontainern bestehen. Die Burgenland Energie verweist darauf, dass dieser gemeinsam mit Windkraft und Agri-Photovoltaik einen „Super-Hybrid-Park“ bilden und der Versorgungssicherheit dienen soll. „Ein potentielles Datencenter ist nicht der Errichtungsgrund des konkreten Batteriespeichers“, heißt es vom Unternehmen.
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