Die israelische Armee hat erneut einen Hamas-Kommandanten im Gazastreifen getötet. Dieser habe Angriffe gegen israelische Streitkräfte vorbereitet, teilte das Militär mit. Laut Berichten war das der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen.
Der getötete Palästinenser war laut israelischen Angaben Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation Hamas. Er sei in der Stadt Khan Younis im Süden des Gazastreifens ermordet worden. Augenzeuginnen und Augenzeugen bestätigten die Angaben. Bei einem Drohnenangriff in Gaza-Stadt wurde zudem der dortige Polizeichef getötet, wie die Hamas mitteilte.
Ein zuletzt veröffentlichter Gaza-Fahrplan sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt, und die israelische Armee gezielte Angriffe auf Palästinenserinnen und Palästinenser unterlässt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte zwar, dass er den Plan des Friedensrats ablehne, ließ die Angriffe auf US-Druck aber dennoch einstellen. Seit Anfang August muss der israelische Generalstabschef Eyal Zamir Angriffen im Gazastreifen im Voraus zustimmen, außer es besteht eine unmittelbare Gefahr für die Soldatinnen und Soldaten.
Seither gab es keine gezielten israelischen Angriffe mehr, bis das israelische Militär dann am Mittwoch erstmals wieder einen meldete. Ziel war demnach ebenfalls ein Hamas-Kommandant.
Seit dem Waffenstillstand im Oktober sind nach palästinensischen Angaben 1250 Menschen im Gazastreifen durch israelischen Beschuss getötet worden, die meisten von ihnen Zivilpersonen. Die Hamas macht üblicherweise keine Angaben zu getöteten Kämpfern. Im selben Zeitraum wurden vier israelische Streitkräfte getötet.
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