Jürgen Hofer

Deutschkreutz: Ruhe nach den Turbulenzen

Burgenland
13.08.2026 19:00

Vor den Neuwahlen in Deutschkreutz lässt die „Krone“ die Kandidaten zu Wort kommen. Im Gespräch: Jürgen Hofer von der SPÖ.

Deutschkreutz hat turbulente Zeiten hinter sich. Nach dem Rücktritt von ÖVP-Bürgermeister Andreas Kacsits heuer im April sprang Vizebürgermeister Jürgen Hofer (SPÖ) ein und übernahm interimistisch die Leitung der Amtsgeschäfte. Damit steht die größte Gemeinde im Bezirk Oberpullendorf nach der langen Ära von Manfred Kölly (LBL) und einer kurzen ÖVP-Phase erneut unter sozialdemokratischer Führung – zumindest bis zur Neuwahl am 13. September. Ernst Möderl, der ab 1997 an der Spitze von Deutschkreutz gestanden ist und 2002 von Kölly abgelöst wurde, war der letzte Bürgermeister der SPÖ.

Ansprechpartner für Bevölkerung
„Unsere Heimatgemeinde soll wieder in ruhiges Fahrwasser kommen“, wünscht sich Hofer. „In den vergangenen Wochen habe ich erlebt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und ein zuverlässiger Ansprechpartner für die Menschen zu sein“, erklärt der SPÖ-Kandidat.

„Die entscheidende Frage ist nicht, wer am meisten Zeit hat, sondern wem die Menschen vertrauen können. Verlässlichkeit, Transparenz und Ehrlichkeit dürfen für einen Bürgermeister in Deutschkreutz keine Zusatzqualifikationen mehr sein, sondern die Grundlage einer gewissenhaften Amtsführung“, betont Hofer.

Wichtige Aufgaben, die es rasch zu meistern gilt
Etliche Herausforderungen gilt es in den kommenden Monaten zu meistern. Zu den vorrangigen Aufgaben zählen die langfristige Absicherung der Schule, die Wiederbelebung des Vinatriums und der Weinlounge, Gemeindefinanzen auf einer soliden Basis, die Attraktivierung des Ortskerns sowie die nachhaltige Stärkung der regionalen Wirtschaft und des Tourismus.

„Viele dieser Themen sind über Jahre hinweg liegen geblieben und müssen nun mit klaren Konzepten angegangen werden“, so Hofer.

Fortschritte bei einigen Vorhaben
Er verweist auf positive Ansätze in den ersten Monaten seiner Zuständigkeit als Bürgermeister: „Bei einigen Vorhaben, die schon seit Langem auf eine Lösung gewartet haben, konnten bereits konkrete Fortschritte erzielt werden.“ Ob bei Hausbesuchen, Vereinsveranstaltungen oder Visiten in Betrieben – in den wenigen Wochen bis zum Urnengang will der SPÖ-Kandidat noch das persönliche Gespräch zu vielen Ortsbewohnern suchen. 

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