Was war denn da los? Beim Testspiel zwischen dem FC Fulham und dem FC Málaga um die „Costa del Sol Trophy“ sorgte das vermeintliche Ende der Partie für kuriose Szenen. Fulham-Coach Álvaro Arbeloa sah Rot, seine Mannschaft verschwand in der Kabine – während Málaga auf ein Elfmeterschießen wartete. Danach schilderten beide Klubs völlig unterschiedliche Versionen.
Kurz vor Schluss hatten die Gastgeber durch einen umstrittenen Strafstoß den 2:2-Ausgleich erzielt. Nach dem Abpfiff der regulären Spielzeit beschwerte sich Arbeloa derart vehement beim Schiedsrichter, dass dieser dem 43-jährigen Ex-Real-Trainer die Rote Karte zeigte.
Arbeloa marschierte daraufhin direkt in die Katakomben und seine Fulham-Spieler folgten ihm. Nur: Die Mannschaft des FC Málaga blieb auf dem Rasen. Weil die Begegnung im Rahmen des von den Spaniern ausgerichteten Vorbereitungswettbewerbs „Trofeo Costa del Sol“ stattfand, gingen die Gastgeber davon aus, dass nach dem Remis ein Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden müsse.
Fulham widersprach nach der Partie auf X. „Wir können bestätigen, dass beide Teams vor dem Spiel vereinbart haben, dass es im Falle eines Unentschiedens kein Elfmeterschießen geben würde“, teilte der Premier-League-Klub mit.
Málaga wiederum wollte von einer solchen Vereinbarung nichts wissen. Im Spielbericht der Spanier hieß es: „Obwohl ein Elfmeterschießen vorgesehen war, verließ Fulham den Platz und behauptete, dass ein Elfmeterschießen nicht Bestandteil des Vertrags gewesen sei.“
Elfmeter ins leere Tor nach Abpfiff
Ein kurioses Ende bekam das Chaos trotzdem: Als Fulhams Mannschaft längst in der Kabine verschwunden war, schnappte sich Málaga-Stürmer Eneko Jauregi kurzerhand den Ball und legte ihn auf den Elfmeterpunkt. Der 30-Jährige verwandelte zur Freude seiner Teamkollegen und Fans ins verwaiste Tor. Anschließend posierten die Spanier auch noch mit der Trophäe – während Fulham längst verschwunden war.
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