Seit 1976 war das Objekt der Stadt Langenlois unterhalb der Burgruine Kronsegg in Niederösterreich an die Familie Schimanek vermietet. Nach Razzia und dortigen Nazi-Funden ist nun damit Schluss.
Jahrelang war Hans Jörg Schimanek, einstiger FPÖ-Chef und Landesrat in Niederösterreich, Hauptmieter des „Alten Forsthauses“ – seit 1976 war es bereits an seine Familie vergeben. Ende 2024 starb das blaue Urgestein. Wenige Wochen zuvor gab es genau dort im Zuge der Ermittlungen gegen die „Sächsischen Separatisten“ in Deutschland eine Razzia, bei der Gegenstände aus der Nazi-Zeit beschlagnahmt wurden. Das Haus mit den vielen NS-Devotionalien hätte der rechten Gruppierung als Rückzugsort für den „Tag X“ dienen sollen, hieß es aus Ermittlerkreisen.
Gericht sah René Schimanek als Hauptmieter
Sohn René Schimanek bestritt, jemals Mieter des Hauses gewesen zu sein, obwohl die Stadt Langenlois einen Gemeinderatsbeschluss in den 2000er-Jahren fasste, indem er als Mieter geführt wurde. Das Gericht sah den ehemaligen Stadtrat und Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz als Hauptmieter des Anwesens an. Nach Bekanntwerden der Razzia strebte die Stadt die Räumung des Forsthauses an, auch wenn Schimanek nicht nachgewiesen werden konnte, dass er Eigentümer der Nazi-Funde war. Jetzt bekam sie auch in zweiter Instanz Recht, weil auch die Berichterstattung darüber zum erheblichen nachteiligen Gebrauch des Vermieters geführt hätte.
Wegen Inhalt auf Parte von Vater verurteilt
Schimanek will bis Ende August aus dem Forsthaus ausziehen, heißt es. Er wurde erst im März wegen Wiederbetätigung verurteilt, weil er die Veröffentlichung der Parte seines Vaters mit rechtsextremen Inhalten veranlasst hatte. Daraufhin erklärte er den Austritt aus der FPÖ.
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