Brad Pitt hat beim Gericht beantragt, seine Ex-Frau Angelina Jolie im Zuge ihres anhaltenden erbitterten Rechtsstreits zur Offenlegung ihrer Einnahmen aus Filmprojekten zu verpflichten.
Aus Gerichtsunterlagen, die „Us Weekly“ eingesehen hat, geht hervor, dass Pitts Anwälte bei einer Anhörung am 31. Juli beantragt haben, Jolie solle „Unterlagen vorlegen, aus denen ihre Einkünfte hervorgehen“ – insbesondere für den Zeitraum von 2017 bis 2019. Das Anwaltsteam erklärte außerdem, man verlange „nicht einmal sämtliche Gewinnabrechnungen“, sondern lediglich Nachweise darüber, „dass die betreffenden Filme bereits Gewinne erzielen und sie dafür Zahlungen erhält“.
Zu den Filmen, in denen Jolie in diesem Zeitraum mitspielte, gehörte laut der Filmdatenbank IMDb unter anderem „Maleficent: Mächte der Finsternis“ aus dem Jahr 2019.
Diskussion um Relevanz der Finanzunterlagen
Das ehemalige Paar, das sechs gemeinsame Kinder hat, befindet sich derzeit in einem Rechtsstreit um das französische Weingut Château Miraval, das ihnen von 2008 bis 2021 gemeinsam gehörte. Pitt hatte zunächst Klage gegen seine Ex-Frau eingereicht und behauptet, zwischen ihnen habe eine Vereinbarung bestanden, wonach beide dem Verkauf ihrer Anteile zustimmen müssten.
Jolie reagierte mit einer Gegenklage. Darin erklärte sie, eine solche Vereinbarung habe nie existiert. Außerdem behauptete sie, sie habe versucht, Pitts Anteile am Weingut zu übernehmen, doch dieser habe dem nur unter der Bedingung zustimmen wollen, dass sie eine Verschwiegenheitserklärung (NDA) unterschreibt. Als Reaktion auf den jüngsten Antrag von Pitts Anwälten argumentierte Jolies Rechtsteam, die angeforderten Finanzinformationen seien für den Streitfall nicht relevant.
Für Pitt auf Einnahmen verzichtet?
Der Antrag ist der jüngste Schritt in einer langen Reihe gegenseitiger juristischer Vorstöße der beiden Ex-Partner. Jolies Anwälte hatten zuvor erklärt, die Schauspielerin habe „ihre Karriere weitgehend auf Eis gelegt und dadurch auf jahrelange Einnahmen verzichtet“. Pitts Anwälte argumentieren hingegen, die angeforderten Unterlagen würden Jolies Behauptungen über „Zwang“ und „wirtschaftliche Einflussnahme“ in einen größeren Zusammenhang stellen.
Jolies Anwälte widersprachen dem erneut und erklärten, „die gesamte Grundlage“, auf der Pitt diese Auskünfte verlange, beruhe auf einer „frei erfundenen Theorie“, die Jolie nie aufgestellt habe.
Schockierende Trennung 2016 und jahrelanger Streit
Als Grund für die Trennung nannte Angelina Jolie 2016 unüberbrückbare Differenzen in ihrem Lebensstil sowie unterschiedliche Vorstellungen bei der Erziehung ihrer Kinder. Als Auslöser der überraschenden Trennung galt damals ein Vorfall an Bord eines Privatjets im September 2016, bei dem es Medienberichten zufolge zu einem heftigen Streit zwischen Jolie und Brad Pitt gekommen sein soll.



Dabei standen Vorwürfe von Handgreiflichkeiten und problematischem Alkoholkonsum im Raum. Es folgte ein langwieriger Rechtsstreit um Sorgerecht, Vermögen und gemeinsame Besitztümer, der sich über mehr als acht Jahre hinzog. Erst im Dezember 2024 wurde die Scheidung von Angelina Jolie und Brad Pitt offiziell rechtskräftig.
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