Massive Schwankungen am Ölmarkt und insbesondere Preisausschläge nach oben könnten laut der Nationalbank zur „neuen Normalität“ werden, sollte sich die Lage in Nahost nicht bald entspannen.
Auf einen starken kurzfristigen Preisanstieg nach der Schließung der Straße von Hormuz folgte wegen der Zugriffe auf Vorräte und der Ausweitung der US-Öl-Exporte eine ebenso rasche Normalisierung. Diese Effekte dürften aber nicht von Dauer sein, zumal sich die Lage zuletzt wieder zugespitzt hat und die Lagerbestände auf einen „historischen Tiefstand“ sanken, warnen die Nationalbank-Ökonomen in ihrem aktuellen „Policy Brief“.
Insbesondere habe der Krieg vor Augen geführt, dass der Iran die Straße von Hormuz nahezu vollständig schließen könne. Und sollte die Route geschlossen bleiben, würde das „eine weitreichende Veränderung im Nahost-Krieg sowie des Welthandels insgesamt bedeuten“.
Ölpreise fallen dritten Tag in Folge
Sprich: Der Ölpreis könnte auch langfristig auf ein bedeutend höheres Niveau steigen – inklusive Effekte für die Inflation in Österreich. Derzeit zeigt der Trend allerdings nach unten, nachdem sich Meldungen verbreitet haben, wonach die USA, der Iran und der Oman kurz vor einer vorübergehenden Vereinbarung zur Öffnung der wichtigen Meerenge stehen. Die Ölpreise sind am Mittwoch den dritten Tag in Folge gesunken.
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