Spätestens seit den legendären Weltreiterspielen vor 20 Jahren gilt die deutsche Stadt Aachen als das „Wimbledon des Pferdesports“. Das traditionsreiche Turniergelände in der Soers bietet eine der prestigeträchtigsten Wettkampfstätten der Welt. Demnächst finden dort die nächsten Reit-Weltmeisterschaften statt. Auch für das Burgenland ist das bedeutungsvolle Championat ein historischer Moment.
Vom 11. bis 23. August 2026 finden im deutschen Aachen die FEI-Weltmeisterschaften statt. Das österreichische Pferdesportteam wird dabei gleich von zwei Burgenländern auf der internationalen Bühne vertreten: dem Dressurreiter Peter Gmoser vom Reitsportzentrum Pannonia aus Sieggraben und der Springreiterin Bianca Babanitz vom Team Pink Unicorn aus Purbach. „Für den burgenländischen Pferdesport ist diese Doppelqualifikation ein historischer Meilenstein. Das hat es noch nie gegeben“, freut sich Verbandspräsident Dietrich Sifkovits.
Beste Grundlage für den Erfolg
Während Gmoser – er zählt seit vielen Jahren zur nationalen Spitze und konnte sich bereits mehrfach für Olympische Spiele qualifizieren – mit seiner Hannoveraner-Stute „Dante’s Daiquiri“ in der Dressur an den Start gehen wird, will Babanitz mit dem KWPN-Wallach „I Will Be Famous“ (deutsch: „Ich werde berühmt sein“) für Furore sorgen.
„Ich habe schon 2022 an den Weltreiterspielen teilgenommen, doch Aachen war für mich immer der größte Traum. Die Atmosphäre bei diesem geschichtsträchtigen Turnier ist einzigartig. Die Zuschauer dort tragen einen förmlich durch den Parcours. Ohne ,I Will Be Famous’, unsere jahrelange harte Arbeit, den Rückhalt meiner Familie und die Unterstützung meines langjährigen Partners Sprehe Feinkost, der immer an mich geglaubt hat, wäre diese Nominierung niemals Wirklichkeit geworden“, sagt Babanitz demütig.
Vertrauensvolle Beziehung
Um mit ihrem vierbeinigen Partner beim Championat Top-Leistungen abliefern zu können, wird gerade mit viel Fleiß, Liebe und Geduld trainiert. Aber auch Ausritte und bewusste Erholung stehen auf dem Programm: „Mein Pferd soll ja motiviert bleiben und Freude haben!“ Schließlich entscheide nicht nur körperliche Fitness, sondern oft mentale Stärke, ob man auch in Drucksituationen cool bleibt.
Die WM wäre dann für mich erfolgreich, wenn ich mit meinem Pferd unsere Potenziale abrufen kann und ich mich mit meinem Team für Olympia qualifizieren kann.
Springreiterin Bianca Babanitz
„Pferde nehmen Stimmungen unglaublich fein wahr. Deshalb versuche ich möglichst ruhig und positiv zu bleiben. Diese Gelassenheit überträgt sich auf ,I Will Be Famous’. Er macht seinem Namen alle Ehre und hat in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass er sich auf großen internationalen Turnieren sehr wohlfühlt.“
Nächster großer Auftritt
Fans der beiden dürfen sich zudem auf 24. bis 27. September freuen. Da nehmen sie mit der Weltelite des Springsports bei der Longines Global Champions Tour Vienna vor der eindrucksvollen Kulisse von Schloss Schönbrunn teil. Erstmals kommt dabei die „Schönbrunner Mauer“ zum Einsatz: „Dabei handelt es sich um ein außergewöhnliches Hindernis. Dieser Blickfang wird beim Publikum garantiert für Gänsehaut sorgen.“
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