Die Erhebungen nach einem schweren Raub im Burgenland bringen neue Details über eine brutale Bande ans Tageslicht. Die Home-Invasion-Täter waren eiskalte Verbrecher. Sieben Beschuldigte sind in Haft. Auf ihre Auslieferung wird gewartet.
Dieses Horrorerlebnis vom 5. Juni 2025 kann der Pensionist aus dem Bezirk Oberpullendorf nie wieder vergessen. Am helllichten Tag hatten zwei vermummte Männer den heute 89-Jährigen an seinem Hauseingang überrascht, wild attackiert und brutal niedergeschlagen. Der Rentner hatte gedacht, sein Getränkelieferant, der jeden Donnerstag bei ihm vorbeischaut, habe an der Tür geläutet.
Besprüht, gefesselt, geknebelt
Tatsächlich waren es skrupellose Kriminelle, die den betagten Hausherrn bei der ersten Attacke sofort mit einem Pfefferspray besprüht hatten. Noch im Vorraum wurde der Burgenländer gefesselt und geknebelt. Mit ein paar hundert Euro machten sich die vorerst unbekannten Täter aus dem Staub. Zwei Stunden später wurde das verletzte Opfer von seinem Getränkelieferanten entdeckt. Wie durch ein Wunder hatte der Pensionist überlebt.
Überfall nicht überlebt
Nach dem schweren Raub konnte die Polizei schon bald erste Erfolge verbuchen. Ein verdächtiges Auto mit ungarischer Zulassung führte die Fahnder nach Tschechien. „In Prag hatten die eiskalten Kriminellen eine ähnliche Tat wie im Burgenland verübt. In diesem tragischen Fall überlebte das Opfer jedoch nicht“, teilen die Ermittler mit.
Bei einem bis ins Detail koordinierten Zugriff in drei EU-Ländern konnten die sieben Beschuldigten aufgespürt und festgenommen werden. Ihre Auslieferung nach Tschechien ist längst erfolgt.
DNA-Spuren als Beweis
Unter den Häftlingen befanden sich jene Verdächtigen, die den Raubüberfall auf den Burgenländer ausgeführt haben sollen: Istvan C. (45) und Gavril G. (37), beide aus Rumänien. Ihr Landsmann Karoly Ö. (55) chauffierte die Verbrecher zum Tatort und nach dem Überfall zu ihrem Versteck in Ungarn. DNA-Spuren überführten das Trio.
Der angeheuerte Lenker legte ein Geständnis ab. Die zwei Haupttäter stritten alles ab und schweigen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Eisenstadt liegen gegen alle Drei EU-Haftbefehle vor. Erst nach dem Ende des Verfahrens in Prag werden sie vollzogen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.