Grausame Details

Frau (33) monatelang gefoltert und vergewaltigt

Ausland
02.08.2026 10:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Fall erschüttert ganz Deutschland: Eine obdachlose Frau (33) soll im Bundesland Nordrhein-Westfalen über Monate misshandelt, gefoltert und vergewaltigt worden sein. Vier Männer stehen unter Verdacht, sie sollen die Frau in ein Haus gelockt haben (siehe Video oben). Nur durch einen Zufall wurde das Opfer von einem Nachbarn entdeckt ...

Laut der Staatsanwaltschaft Amsberg sollen die mutmaßlichen Täter die Obdachlosigkeit und Hilflosigkeit der Frau ausgenutzt haben.

Wie „Sklavin“ gehalten
Das 33-jährige Opfer soll im Sommer 2025 obdachlos in der Stadt Soest gewesen sein. Im Juli soll sie in die Hände der mutmaßlichen Täter (allesamt deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 15 und 29 Jahren) geraten sein. Sie sollen die Frau mit Essen und einer Übernachtungsmöglichkeit angelockt haben. Danach sollen sie sie über Monate in einem Reihenhaus misshandelt, vergewaltigt und erniedrigt haben. Die Ermittler betonen, dass sie wie eine „Sklavin“ gehalten wurde. Mit Handschellen soll sie im Keller des Hauses an ein Heizungsrohr gefesselt worden sein. 

Grausame Details
Jedes vermeintliche Fehlverhalten sei von den Männern mit maximaler Grausamkeit bestraft worden. So sei die Frau gezwungen worden, Kot zu essen, oder sei mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt worden. Zahlreiche Taten wurden von den Peinigern gefilmt.

Nachbar entdeckte das Opfer in Handschellen gefesselt auf Terrasse
Das Opfer wurde schließlich nur durch einen Zufall entdeckt. Am Abend des 3. November 2025 habe laut Ermittlern ein 18-jähriger Nachbar auf einer Terrasse eine Frau in Handschellen bemerkt. Sie sei – halbnackt – mit einem Fahrradschloss an einem Balken befestigt gewesen und habe nur noch auf den Zehenspitzen stehen können. Ihr Gesicht habe Hämatome, Schwellungen und Wunden aufgewiesen. Der junge Mann habe sofort die Polizei alarmiert.

Unterkühltes Opfer schwebte in Lebensgefahr
Die Einsatzkräfte befreiten die Frau. Nach Angaben des WDR war sie unterkühlt und wurde mit schweren körperlichen und psychischen Verletzungen in ein Spital gebracht. Sie überlebte das Martyrium nur knapp. Sie schwebte längere Zeit in Lebensgefahr.

Die Frau soll laut Ermittlern so abhängig von ihren Peinigern gewesen sein, dass ihr Verhalten an das Stockholm-Syndrom erinnerte, berichtet der „Soester Anzeiger“. Dabei bauen Opfer eine emotionale Bindung zu ihren Misshandlern auf. Aus Angst, den Winter allein nicht zu überleben, wohnte sie weiter in dem Haus und ließ die Gewalt über sich ergehen.

Vier Männer sollen eine Frau monatelang schwer misshandelt und vergewaltigt habe. Die ...
Vier Männer sollen eine Frau monatelang schwer misshandelt und vergewaltigt habe. Die mutmaßlichen Täter sollen ihre Opfer in einem unauffälligen Reihenhaus festgehalten haben.(Bild: SAT.1 NRW/Glomex)

Im Haus traf die Polizei den mutmaßlichen Haupttäter mit einem Baby im Wohnzimmer an. Seine Lebensgefährtin und zwei ältere Kinder im Kindergartenalter sollen im Obergeschoss geschlafen haben.

Zwei Männer in U-Haft, Haupttäter (29) ist polizeibekannt
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Arnsberg sind vier deutsche Männer angeklagt. Zwei von ihnen sollen minderjährig (16 und 16 Jahre) gewesen sein. Als mutmaßlicher Haupttäter gilt ein 29 Jahre alter Mann, der bereits polizeibekannt war. Zwei Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Die Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen ist nicht angeklagt.

Verletzungen für Verkleidung gehalten
Ein weiteres verstörendes Detail: Wenige Tage vor der Rettung soll der 18 Jahre alte Nachbar die Frau bereits schon einmal gesehen haben. Laut „Bild“ hielt er die Verletzungen in ihrem Gesicht wegen Halloween damals aber für eine Verkleidung. Erst später habe er erfahren, was der Frau angetan worden sein soll. Danach habe er unter Albträumen gelitten.

Prozess startet im Oktober
Der Prozess gegen die Beschuldigten soll am 12. Oktober beginnen, wie der WDR berichtet. 14 Verhandlungstage sind bis kurz vor Weihnachten angesetzt. Dann soll aufgedeckt werden, was wirklich in dem Horror-Haus von Soest passierte. Inzwischen sind die Lebensgefährtin des mutmaßlichen Haupttäters und ihre drei Kinder aus dem Haus ausgezogen.

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