Der Villacher Kirchtag fand am Samstag seinen Höhepunkt mit mehr als 2000 Teilnehmern beim traditionellen Umzug. Und dabei trotzten die Trachtenträger der Hitzewelle und sorgten für viel Begeisterung bei den Zusehern.
Eine Woche lang wurde in der Villacher Innenstadt Österreichs größtes Brauchtumsfest gefeiert. Mit dem großen Trachtenumzug, bei dem mehr als 60 Brauchtumgsgruppen aus Kärnten, Österreich sowie den Nachbarländer teilnahmen, fand der Kirchtag seinen Höhepunkt. Mehr als 2000 Teilnehmer zeigten dabei eine Vielfalt an verschiedenen Trachten und tanzten sich begleitet von volkstümlicher Musik durch die Innenstadt.
Pferde unter strenger Beobachtung
Besonders unter Beobachtung standen die Pferde, die ihren Kirchtagsauftritt aber souverän absolvierten. Angeführt von Deckhengst „Totilas“ ging es für die Noriker an der applaudierenden Menge vorbei. Für den tollen Einsatz gab’s vom Stadtchef sogar ein Herzerl überreicht.
Mehr zu Schaffen machte den Besuchern, Trachtenträgern und zahlreichen Ehrengästen allerdings die Hitze. Unter so manchem Trachtenhut rann der Schweiß und die Besucher suchten den Schatten. Zum Ende des Umzuges hin machten es etwas Wind und ein paar Wolken angenehmer.
Männer sprangen von Draubrücke
Noch während des Umzuges ist es auch zu einem Polizeieinsatz gekommen. Zwei Männer waren von der Stadtbrücke in die Drau gesprungen. Als die Unbekannten das Ufer erreichten, wurden sie bereits von Kräften der Polizei in Empfang genommen. „Wir wissen nicht, aus welchem Grund die Beiden gesprungen sind“, so Stadtpolizeikommandant Erich Londer. Auf die Männer warten jedenfalls gleich mehrere Anzeigen.
Glück hatten die Männer in jedem Fall – denn die Drau führt gerade wenig Wasser und die Tiefe des Flusses sowie die Strömungsgegebenheiten sind nicht leicht einzuschätzen.
Bisher ein ruhiger Kirchtag
Trotz allem ziehen die Veranstalter aber eine positive Zwischenbilanz. Das Rote Kreuz hatte erstmals auch im Turnsaal des Peraugymnasium einen Standort. „Bisher hatten wir 95 Hilfeleistungen zu verzeichnen – vor allem aufgrund von Alkoholisierungen und Schnittverletzungen“, berichtet Einsatzleiter Robert Esterle.
Zufrieden zeigte sich Stadtpolizeikommandant Erich Londer über den bisherigen Ablauf des Villacher Kirchtages. „Die Sperrstunden wurden von den Wirten wirklich eingehalten und es gab keine Probleme. Es gab allerdings einen Anstieg bei den Verwaltungsstrafen sowie beim Jugendschutz“, so die Bilanz des Stadtpolizeichefs.
Evaluierung und Weiterentwicklung
Die neue Sicherheitszentrale zeigte sich als Erfolg. „Die Kommunikation fand auf kurzem Wege statt und auch die neuen Kameras haben uns neue Blickwinkel eröffnet“, so Stadtmarketingchef Pierre Bechler. Man werde den Kirchtag aber auf jeden Fall evaluieren und noch weiter entwickeln.
Einen großen Dank sprach Kirchtagsobfrau Gerda Sandriesser den zahlreichen Einsatzkräften, den Gastronomen sowie dem Organisationsteam aus. „Der Kirchtag war von den Besuchern her ein tolles Fest. Sogar am Kirchtagssamstag waren die Zelte bereits am Vormittag gut besucht“, so Sandriesser.
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