Schock in der Karibik

Schmuck lockte Raubfisch an: Kind in Arm gebissen

Ausland
30.07.2026 13:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Urlaub in der Karibik hat für ein 13-jähriges Mädchen ein schmerzhaftes Ende gefunden: Die junge US-Amerikanerin wurde im flachen Wasser von einem Raubfisch angegriffen – ihr Schmuck dürfte den Barrakuda angelockt haben. Sie musste in die Notaufnahme gebracht werden.  

Dei 13-jährige Claire Macdonel machte mit ihrer Familie Urlaub auf den Turks- und Caicosinseln. Was als normaler Tag am Strand begann, endete schließlich in der Notaufnahme: Die junge Texanerin erlitt einen seltenen Angriff eines Barrakudas. 

Mädchen machte Handstand im flachen Wasser
„Ich trug ein glänzendes Armband an einem Handgelenk und ein schlichtes Armband am anderen. In dem Moment machte ich einen Handstand und spürte plötzlich einen starken Druck, als ob meine Hand in einem Maul feststecken würde. Ich spürte einen heftigen Biss, und als ich meine Hand wegnahm, war er weg. Ich schaute hinter mich und sah einen großen, silbernen Schwanz“, schilderte sie dem Sender FOX 26 den Vorfall. Sie habe furchtbare Angst gehabt und viel geweint. 

Mutter: „Ich habe noch nie so viel Blut gesehen“
Auch ihre Mutter war extrem besorgt. „Zuerst dachte ich, sie würde verbluten. Ich habe noch nie so viel Blut gesehen, und selbst mit dem Tourniquet im Krankenwagen konnte ich die Blutung nicht stoppen“, erklärte Jen Macdonel. Die Mutter befürchtete, das Mädchen könnte ihre Hand verlieren. „Im Krankenhaus sagte der Orthopäde dann, seine oberste Priorität sei es, ihren Zustand zu stabilisieren und das Infektionsrisiko zu minimieren.“

Das Mädchen wollte seine Geschichte erzählen, um über solche Vorfälle aufzuklären – obwohl solche Angriffe extrem selten sind. „Seien Sie vorsichtig, denn es besteht ein Risiko. Legen Sie Ihren gesamten Schmuck ab, bevor Sie ins Wasser gehen, und genießen Sie die Zeit mit Ihrer Familie, denn man weiß nie, was passieren kann“, so die 13-Jährige. 

Experte: Keine reflektierenden Gegenstände im Meer tragen
Der Raubfisch ist im Golf von Mexiko weit verbreitet, Angriffe jedoch eher die Ausnahme. Ein Experte gab im TV-Sender Tipps, wie man Attacken vermeiden kann. „Wenn Sie im flachen Wasser unterwegs sind, sollten Sie Ihre Füße immer schleifen lassen. Diese Bewegung auf dem Sand schreckt Tiere ab, die sich im Sand oder im Wasser aufhalten. Ich empfehle, keine auffälligen oder reflektierenden Gegenstände wie Armbänder oder Ohrringe zu tragen, da diese Fische anlocken könnten“, erklärte Austin Kirwin, Leiter der Strandwache von Galveston Island. Es sei wichtig, stets aufmerksam beim Baden zu sein. 

Dem Mädchen steht nun eine Operation an der Hand bevor. Trotz des Vorfalls liebt sie das Meer: Sie will später sogar Meeresbiologin werden. 

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