Es ist kein leichtes Unterfangen: Für die staatliche Beteiligungsholding ÖBAG muss ein neuer Chef (oder Chefin) gefunden werden, die derzeitige CEO Edith Hlawati, eine erfahrene und selbstbewusste Juristin, lässt ihr Mandat auslaufen.
Ihre Bilanz kann sich sehen lassen: Der Staat hat von seinen Firmenbeteiligungen heuer 1,577 Milliarden an Dividenden kassiert. Der Wert dieser Beteiligungen beträgt rund 30 Milliarden Euro, dazu gehören Anteile an der OMV (31,5%), Post (52,85%), Telekom Austria (28,42%), Verbund (51%), BIG, Casinos Austria, Euro Telesites etc.
Hlawati hat in heiklen Situationen cool agiert. Jetzt, so der politische Wille (und die Satzungen), soll wieder ein(e) Alleinherrscher(in) an die Macht kommen. Wer sucht den oder die aus? Ein politisch besetzter Aufsichtsrat. Das macht dieses Auswahlverfahren so heikel.
Obwohl die Ausschreibungsfrist erst am 17. August endet, werden schon zahlreiche Namen genannt: Thomas Arnoldner (von der Telekom), Henrietta Egerth (FFG), Hannes Ametsreiter (internationaler Telekomexperte) Thomas Gangl (Ex-OMV), Infineon-Chefin Herlitschka und viele mehr. Genannte wie Strugl, Neumayer, Klauser haben bereits dankend abgelehnt.
Es ist für den Standort Österreich eine extrem wichtige Entscheidung. Dort soll nicht ein politischer Kumpan sitzen, sondern eine Führungspersönlichkeit mit Erfahrung und Weitblick, darum braucht Österreich einen Wunderwuzzi, egal ob männlich oder weiblich …
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