Enzo Diessl (110 m Hürden) und Christania Williams (100 m) stehen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham bereits im Semifinale! Aufgrund einer umstrittenen Regelung brauchen sie keine Vorläufe zu bestreiten.
Die European Athletics befreit bei der EM vom 10. bis 16. August alle Läufer und Läuferinnen, die in der „Road to Birmingham“ in den Top 12 sind, in den Bewerben von 100 m bis 400 m sowie über die kurzen und langen Hürdenstrecken von den ersten Runden. Da Diessl in dieser Qualifikations-Rangliste Vierter und Williams Elfte ist, profitieren sie von dieser Regelung. Diese wurde schon für die EM 2016 eingeführt und für Birmingham im November 2025 wieder festgelegt.
20 Vorläufe weniger
Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass weniger Vorläufe ausgetragen werden müssen, was auch auf Wunsch der Fernsehanstalten gemacht wurde. Gegenüber den früheren Europameisterschaften (bis Zürich 2014) sind dies in Birmingham insgesamt 20 Vorläufe weniger.
Die drei Semifinals bestreiten die Top 12 der „Road to Birmingham“ und die zwölf Besten der drei Vorläufe. Gerade in den Bewerben über die Stadionrunde sind die gesetzten Läufer und Läuferinnen besonders bevorzugt, da sie keine Vorläufe bestreiten müssen. Allen Stars, die auch in den Staffelbewerben starten, bleiben natürlich ebenfalls eine Runde erspart.
Dlauhy und Pressler im Pech
Pech hatten in diesem Fall Anja Dlauhy und Lena Pressler, die über 400 m Hürden heuer für Furore gesorgt haben. Dlauhy liegt mit ihrem Rekord von 54,52 auf dem 13. und Lena Pressler mit 54,55 auf dem 14. Platz. Daher können sie knapp von dieser Regelung nicht profitieren. Es sei denn, Läuferinnen vor ihnen sagen noch ab…
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