Zermatt-Camp gecancelt

Alarm! Den ÖSV-Assen schmilzt der Gletscher weg

Ski Alpin
31.07.2026 12:16

Die brütende Hitze macht auch vor den höchsten Bergregionen keinen Halt! Selbst auf dem Gletscher oberhalb von Zermatt, der auf 3500 Meter und höher liegt, klettert das Thermometer mittlerweile regelmäßig in Richtung 15 Grad Plus. Am heutigen Freitag sind die zwei Schlepplifte am Plateau Rosa zwar noch geöffnet, wie es am Samstag weitergeht, ist allerdings noch unklar. Das hat auch Auswirkungen auf das Training der ÖSV-Asse.

„Das Trainingslager der WC3-Trainingsgruppe, das am Dienstag in Zermatt hätte beginnen sollen, ist bereits gecancelt“, wurde vom ÖSV auf „Krone“-Anfrage bestätigt. Auch die Weltcup-Trainingsgruppe 1 von Trainer Andi Evers, die erst am Mittwoch ins schweizerische Wallis gereist war, wird ihre Zelte wieder abreißen.

Vor zwei Monaten, am 31. Mai, war die Welt am Plateau Rosa noch einigermaßen in Ordnung.
Vor zwei Monaten, am 31. Mai, war die Welt am Plateau Rosa noch einigermaßen in Ordnung.(Bild: Webcam/https://cervinia.panomax.com/plateau-rosa)

Das große Problem soll dabei gar nicht der Zustand der Piste sein, sondern eher die Liftspur. Wie ein namentlich nicht genannter Trainer der Online-Plattform „skinews.ch“ schildert, würden die Gletscherspalten in diesem Bereich immer mehr zu seinem Sicherheitsproblem. Die Bergbahnen wollten sich bislang nicht zur Situation äußern.
Die WC3-Trainingsgruppe war noch am Freitagvormittag davon ausgegangen, dass das zehntägige Camp wie geplant stattfinden wird, ehe kurz Vormittag die finale Absage kam.

EC-Damen hatten gute Bedingungen
Auch die ÖSV-Damen sind von der Situation in Zermatt betroffen. „Zuletzt war das Europacup-Team von Trainer Michael Rahm vor Ort und hatte noch verhältnismäßig gute Bedingungen“, erklärt Neo-Cheftrainer Hannes Zöchling. „Ich habe inzwischen aber auch von den Problemen vor Ort gehört.“ Ab 10. August wäre ein Trainingscamp der WC2-Speed-Damen im Wallis geplant gewesen, das wird nun aber aller Voraussicht nach ausfallen.

ÖSV-Damencheftrainer Hannes Zöchling nimmt die Situation gelassen.
ÖSV-Damencheftrainer Hannes Zöchling nimmt die Situation gelassen.(Bild: GEPA)

Saas-Fee ist noch geöffnet
„Wir müssen uns an die Gegebenheiten anpassen“, nimmt es Zöchling gelassen. Aktuell kann noch im wenige Kilometer Luftlinie entfernten Gletscher von Saas-Fee trainiert werden, aber auch dort wird die Situation in Anbetracht der hohen Temperaturen immer prekärer.

Südamerika versinkt im Schnee
Gute Nachrichten kommen hingegen aus Übersee. Die Skigebiete in Südamerika versinken geradezu im Schnee. „Das sind auf jeden Fall gute Nachrichten, dass es dort Schnee gibt“, sagt Zöchling. „Allerdings muss der auch zuerst einmal präpariert werden.“ Die ersten ÖSV-Teams planen ab Mitte August in Richtung Südamerika abzuheben.

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