Nacht wird warm

Gewitter ziehen ab – dann zeigt sich Sternenhimmel

Österreich
29.07.2026 18:24

Rot leuchtete am Nachmittag noch die Unwetterkarte – jetzt kehrt am Abend vielerorts wieder Ruhe ein. Nach teils kräftigen Gewittern mit Hagelgefahr wird die Nacht in Österreich überwiegend sternenklar. Doch der nächste Hitzetag steht bereits vor der Tür.

Am Nachmittag war die Lage vor allem im Westen und entlang der Alpen angespannt. Von Vorarlberg bis in die Obersteiermark entwickelten sich teils kräftige Gewitter. Die Unwetterkarten färbten sich in Teilen der Steiermark, Oberösterreichs und Salzburgs sogar rot – höchste Warnstufe wegen Gewittern und möglicher Hagelschauer. Auch für Vorarlberg, Tirol und Kärnten galten Vorwarnungen vor markantem Wetter.

Zumindest in der Steiermark blieb die große Unwetterserie vorerst aus. Kurz vor 17 Uhr meldeten die Feuerwehren: „Laut Einsatzübersicht unserer Feuerwehren gibt es derzeit noch keine Unwettereinsätze.“

Nach Gewittern folgt sternenklare Nacht
Am Abend beruhigt sich die Wetterlage rasch. Die letzten Gewitterzellen lösen sich auf, anschließend präsentiert sich der Himmel nur noch gering bewölkt bis sternenklar. Auch der Wind lässt deutlich nach und weht in der Nacht nur noch schwach. Die Temperaturen sinken auf angenehme 14 bis 21 Grad.

Morgen wird es noch heißer
Eine nachhaltige Abkühlung ist allerdings nicht in Sicht. Am Donnerstag dominiert erneut die Sonne, Gewitter werden selbst im Bergland seltener. Der Wind weht nur schwach, im Osten zeitweise mäßig aus südlichen Richtungen. Nach einem Morgen mit 14 bis 21 Grad nimmt die Hitze tagsüber wieder kräftig Fahrt auf: 30 bis 38 Grad stehen auf dem Programm.

Immer mehr Hitzerekorde
Die außergewöhnliche Hitzeserie macht sich längst auch in den Statistiken  der UWZ bemerkbar. In Bregenz wurden am Mittwoch um 14 Uhr bereits 32,4 Grad gemessen. Damit wurde dort heuer schon der 29. Hitzetag erreicht – Gleichstand mit dem bisherigen Rekordjahr 2015. Besonders eindrucksvoll: In den 1940er-Jahren gab es dort im Durchschnitt lediglich 6,7 Hitzetage pro Jahr.

Auch Wien erlebt einen außergewöhnlichen Sommer. In der Innenstadt wurden heuer bereits 30 Hitzetage und 28 Tropennächte gezählt. Zum Vergleich: In den 1980er-Jahren waren durchschnittlich nur rund elf Tropennächte pro Jahr üblich. Bereits Ende Juli liegt die Bundeshauptstadt damit deutlich über den früheren Jahreswerten.

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