Bisher gab es heuer schon 30 Hitzetage und 28 Tropennächte in der Wiener Innenstadt. Wegen extremer Temperaturen fordern die Grünen jetzt einen besseren Hitzeschutz und einen eigenen Krisenstab. In die Bäder soll es für die Wiener Gratis-Eintritt geben
Ganz Wien schwitzt. Wieder einmal. 30 Hitzetage und 28 Tropennächte waren es laut der Österreichischen Unwetterzentrale bisher in der Wiener Innenstadt. Zum Vergleich: In den 1980er-Jahren gab es im Schnitt nur rund 11 Tropennächte – pro Jahr! Jetzt, Ende Juli, werden schon mehr als doppelt so viele gezählt. Die Bilanz ist schon jetzt außergewöhnlich. Doch in den kommenden Tagen werden noch weitere Hitzetage und Tropennächte folgen. Die Grünen schlagen Alarm und fordern Soforthilfe.
Die Hitzewelle ist keine Überraschung. Sie war absehbar. Wien braucht langfristig einen echten Hitzeschutzplan.

Peter Kraus, Parteivorsitzender Grüne Wien
Bild: Die Grünen Wien
„Seit Ende Juni ist genügend Zeit gewesen, um zumindest einfache, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie die längere Öffnung cooler Zonen, das Aufstellen mobiler Beschattung oder das Bereitstellen von Ventilatoren auf den Weg zu bringen“, so Parteichef Peter Kraus. Andere Städte in Europa würden umgehend handeln, so die Ökos: In Prag und Rom seien kurzfristig die Feuerwehren ausgerückt, um Straßen zu kühlen, in Florenz seien mehr als 50 zusätzliche Schutzräume geöffnet worden und in Zagreb seien die städtischen Freibäder an Hitzetagen gratis.
Auch Margaretens grüner Bezirksvorsteher Michael Luxenberger spart nicht mit Kritik. Er habe bei sich im 5. Bezirk Kooperationen mit Kirchen und VHS gesucht sowie das Amtshaus als coole Zonen geöffnet. Um diese aber am Wochenende offen zu halten, fehle das entsprechende Personal der MA34.
Die Stadt kontert und sagt: Wien ist auf die Hitzewelle vorbereitet. Als Beispiele werden etwa die verlängerten Öffnungszeiten in vier Bädern und kostenlose Abkühlungsmöglichkeiten aufgezählt. Sechs der coolen Zonen sind auch am Wochenende geöffnet.
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