Richard Carapaz hat bei der Tour de France die Bergetappe hinauf nach Orcieres-Merlette für sich entschieden. Der Radprofi aus Ecuador setzte sich am Donnerstag kurz vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe ab.
45 Sekunden hinter Carapaz kam der Schweizer Mauro Schmid über die Ziellinie. Einen Tag vor dem ersten Anstieg nach Alpe d‘Huez hielt sich die Gruppe um Leader Tadej Pogacar zurück. Der Slowene führt weiter mit komfortablen 4:32 Minuten auf den Belgier Remco Evenepoel.
In Pogacars UAE-Team gab es einige gesundheitlich angeschlagene Kollegen. Brandon McNulty musste auf der 18. Etappe gar entkräftet aufgeben. Felix Großschartner kam nach 185,2 Kilometern als 32. mit knapp neun Minuten Rückstand im Ziel an. Der Oberösterreicher liegt in der Gesamtwertung nun auf dem 30. Platz. Red Bulls Evenepoel ist wohl der einzige noch verbliebene Kandidat, der Pogacar den fünften Tour-Sieg abspenstig machen kann.
Mythos Alpe d‘Huez wartet
Am Freitag folgt erstmals seit vier Jahren bei der Tour wieder der legendäre Anstieg nach Alpe d‘Huez. Ein Etappensieg hat für jeden Fahrer einen besonderen Stellenwert. Da Pogacar dieser Erfolg noch fehlt, gilt der Mann in Gelb als Favorit auf den Tagessieg in den legendären 21 Kehren. Über 127,9 Kilometer geht es von Gap in den Wintersportort.
Der Schlussanstieg über 13,8 Kilometer weist eine durchschnittliche Steigung von 8,1 Prozent auf. Bevor es nach Alpe d‘Huez hinaufgeht, warten vorher noch zwei Berge der zweiten und einer der ersten Kategorie. Einen Tag später geht es dann auf der Königsetappe der Tour wieder nach Alpe d‘Huez, allerdings über eine andere Route. Den offiziellen Rekord hinauf nach Alpe d‘Huez hält Marco Pantani in 36:50 Minuten aus dem Jahr 1995. Ob Pogacar auch diese Marke übertreffen wird? Gewinnt der Weltmeister, wird sein Name auch in einer der Kurven verewigt.
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