Keiner bemerkte etwas?

Gelsenkirchen-Coup könnte tagelang gedauert haben

Ausland
02.01.2026 15:03

Einige Tage nach dem spektakulären Bankeinbruch im deutschen Gelsenkirchen sind weiter viele Fragen offen. Gleichzeitig brachten die Ermittlungen Kurioses hervor: So hält es die Polizei für möglich, dass sich der Einbruch über einige Tage gezogen haben könnte – warum bemerkte niemand etwas?

Wie berichtet, hatten Einsatzkräfte den Einbruch am frühen Montagmorgen entdeckt, nachdem der Alarm einer Brandmeldeanlage losgegangen war. Die Täter waren entweder an den Weihnachtsfeiertagen oder am vergangenen Wochenende eingebrochen. Der Vorstoß erfolgte über ein Parkhaus, von dort ging es in den Archivraum weiter, in dessen Wand die Unbekannten mit einem Spezialbohrer ein Loch bohrten. Sie brachen fast alle 3250 Schließfächer von Bankkundinnen und Bankkunden auf. Insgesamt erbeuteten sie etwa 30 Millionen Euro.

Videoaufnahmen zeigen schwarzes Auto
Inzwischen steht fest, dass sich der Beutezug gar über mehrere Tage gezogen haben könnte. So beobachteten Zeuginnen und Zeugen in der Nacht auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses. Auf Videoaufnahmen im angrenzenden Parkhaus ist ein schwarzes hochmotorisiertes Auto mit maskierten Männern zu sehen, das Kennzeichen war in Hannover entwendet worden.

„Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher. „Das reißt gar nicht mehr ab.“

Die Videoaufnahmen kursieren bereits in den sozialen Netzwerken:

Spezialbohrer bisher nicht aufgetaucht
Auch Sachverständige und Ermittlerinnen und Ermittlern aus anderen Bundesländern hätten sich schon gemeldet und Hinweise gegeben. Teilweise gehe es um Kleinigkeiten auf kursierenden Aufnahmen aus der Tiefgarage. Ein weißer Transporter könnte bei dem filmreifen Einbruch in die Bankfiliale zum Einsatz gekommen sein. Eine wirklich große Spur dürfte es bisher nicht geben (siehe Video oben).

Nach dem spektakulären Bankeinbruch im deutschen Gelsenkirchen laufen die Ermittlungen auf ...
Nach dem spektakulären Bankeinbruch im deutschen Gelsenkirchen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, eine heiße Spur gibt es aber noch nicht.(Bild: AP/Police Gelsenkirchen)

Der sogenannte Kernbohrer ist laut dem Polizeisprecher nicht aufgetaucht. Die Täter hätten ihn wohl wieder mitgenommen, sagte er. Am Montag und Dienstag hatten sich Hunderte beunruhigte Kundinnen und Kunden vor der Bankfiliale in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) versammelt und Informationen gefordert. Die Polizei musste anrücken und die Situation deeskalieren. Man würde alle Betroffenen noch informieren und sich mit der Versicherung bezüglich der Schadensabwicklung absprechen, versuchten die Mitarbeitenden der Bank zu beruhigen. Laut deutschen Medienberichten war die Filiale der Sparkasse am Freitag noch geschlossen.

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