Nach den Banküberfällen in Graz (Steiermark) ermittelt das Landeskriminalamt weiter intensiv: Vieles spricht dafür, dass ein Mann nur ein Nachahmungstäter war. Es gibt aber auch auffallende Parallelen.
Österreichweit wurden im Jahr 2007 noch 135 Geldinstitute überfallen, eine aus heutiger Sicht unglaubliche Zahl. In den vergangenen fünf Jahren lag sie bei höchstens 20. In der Steiermark gab es 2024 und 2025 genau einen Bankraub, 2021 und 2023 gar keinen. 2022 waren es zwei, 2020 drei Überfälle. Der Rückgang liegt wohl auch an den verstärkten Sicherheitsvorkehrungen, die die Banken ergriffen haben – sie werden allerdings nicht öffentlich kommuniziert.
Auffallende Parallelen bei den Überfällen in Graz
Bei den letzten beiden Überfällen in der Statteggerstraße in Graz-Andritz am 12. Februar 2026 und am 23. Dezember 2025 in der Zinzendorfgasse unweit der Grazer Karl-Franzens-Universität gibt es auf den ersten Blick auffallende Parallelen. Beide Täter trugen Perücken, hatten einen Trolley und hatten es auf die Schließfächer abgesehen. Doch wenn man genauer hinsieht, sieht alles nach der Tat eines Profis und eines Trittbrettfahrers aus.
Der Unbekannte, der die Raiffeisenbank in der Zinzendorfgasse ausraubte, war auffallend cool. Er gab vor, sich für ein Bankschließfach zu interessieren, wurde aber auch nicht nervös, als der Bankangestellte ihn um 15 Minuten vertröstete. Der (verkleidete) ältere Herr mit dem Trolley ging weg und kam dann ganz entspannt wieder. Im Büro des Mitarbeiters – sonst waren keine Kunden anwesend, es gab nur Termine nach Vereinbarung – zog er dann eine Waffe, brach Schließfächer auf und sperrte den Angestellten ein. Sein ganzes Verhalten spricht für einen Profi.
Zweiter Räuber war nervös
Der Täter, der wenige Wochen später die Steiermärkische in Andritz überfiel, war weit nervöser. Er stellte sich beim Aufbrechen der Schließfächer auch nicht sonderlich geschickt an. Vieles spricht dafür, dass er sich sein Wissen von dem anderen Banküberfall abgeschaut hat, also ein Nachahmungstäter war. Die Höhe der Beute ist in beiden Fällen angeblich nicht unbeträchtlich.
Hinweise zu den Räubern nimmt die Polizei unter 05913360-3333 entgegen.
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