Bei den Superreichen-Rankings geht es meistens eher fad zu. Und auch in der aktuellen Liste des „Trend“-Magazins hat sich auf den vorderen Rängen nicht viel getan. Doch der KI-Boom hat einige Aufsteiger hervorgebracht – darunter ein ehemaliger Bundeskanzler ...
Auf Platz eins des Rankings der 100 reichsten Österreicher liegt nach wie vor Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz, dessen Vermögen auf rund 37,5 Milliarden Euro geschätzt wird. Mit 31 Milliarden reiht sich die Familie Porsche & Piëch auf Platz zwei, gefolgt mit einigem Abstand von Investor und Immobilienunternehmer Georg Stumpf (7,8 Milliarden Euro).
Stumpf hatte zuletzt mit dem Erwerb einiger Signa-Immobilien, darunter dem gescheiterten Kaufhaus-Projekt auf der Wiener Mariahilfer Straße, für Schlagzeilen gesorgt. Was das gesellschaftliche Parkett angeht, ist der 54-Jährige allerdings ein seltener Gast.
Mateschitz und seine Verlobte Victoria Swarovski – ihre Familie liegt immerhin auf Platz acht im Ranking mit 4,2 Milliarden Vermögen – beehren gelegentlich einmal das eine oder andere Event. Besonders der Motorsport hat es dem einzigen Sohn von Dietrich Mateschitz angetan.
Novomatic-Gründer Johann Graf konnte sein geschätztes Vermögen auf 7,2 Milliarden vermehren und rückt auf Platz vier vor, gefolgt von den Erben des Billa-Gründers Karl Wlaschek. Dessen Erb- und Stiftungsvermögen beläuft sich nämlich auch elf Jahre nach dem Ableben des Unternehmers auf 4,9 Milliarden Euro. Platz sechs nimmt L’Occitane-Chef Reinhold Geiger (4,4 Mrd. Euro) ein, dahinter folgt die Familie Lehner (4,3 Mrd. Euro), deren ALPLA-Gruppe als Verpackungshersteller und Recyclingunternehmen weltweit tätig ist.
Nach der Familie Swarowski und den Flick-Erben (Platz neun mit vier Mrd. Euro) beschließt die Top Ten der Superreichen der allseits bekannte Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner mit einem Vermögen von 3,9 Milliarden Euro. Nicht mehr aufgeführt wird Helmut Sohmen, der 2025 verstorbene Manager der Reederei BW Group hatte im Vorjahr noch Platz sieben belegt.
„Altes Geld“ und KI-Aufsteiger
Während sich auf den Spitzenplätzen seit jeher das „Alte Geld“ tummelt, sind die Aufsteiger NOCH im hinteren Bereich zu finden, doch dank des KI- und Tech-Booms dürfte es auch weiterhin steil nach oben gehen. Einer der prominentesten Aufsteiger ist wohl Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz. Mit seiner 400 Millionen schweren Beteiligung am israelischen KI-Cybersecurity-Unternehmen Dream ist er rasch in die Riege der Multimillionäre aufgestiegen. Der „Trend“ reiht ihn aktuell auf Platz 86.
Auch die Erben von Hannes Androsch und sein ehemaliger Geschäftspartner Willibald Dörflinger profitieren vom Siegeszug der KI. Mit AT&S halten sie 36 Prozent am wohl wichtigsten Ausstatter von Rechenzentren und KI-Servern, Dörflinger machte der Boom sogar zum Euro-Milliardär. Auch Hannes Bardach, Eigentümer und CEO des Wiener Tech-Unternehmens Frequentis stieg im Ranking auf.
In Summe zählt das Ranking auf Basis eigener Berechnungen des „trend“ sowie den Auswertungen von „Forbes“ und Bloomberg 53 Euro-Milliardäre in Österreich – zwei mehr als noch 2024. Weltweit führt übrigens weiterhin Elon Musk das Ranking an. Mit einem geschätzten Vermögen von 1100 Milliarden US-Dollar.
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