Eine Beschwerde der Osttiroler Gemeinde Kals am Großglockner wurde abgewiesen. Freude dürfte dafür bei der Umweltorganisation WWF aufgebrandet sein. Diese fordert nun den endgültigen Stopp des Projekts.
Eine Absage gab es für das geplante Wasserkraftwerk am Kalserbach in Osttirol. Wie das Landesverwaltungsgericht Tirol bestätigte, wurde eine Beschwerde der Gemeinde Kals abgewiesen. Darin wollte man sich gegen die Entscheidung der Landesregierung wehren, die den Plänen aus naturschutzrechtlichen Gründen einen Riegel vorschob.
Auch das Landesverwaltungsgericht Tirol hat die Absage des Landes nun bestätigt. Das Gericht sehe durch das Projekt eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Natura-2000-Gebiets und einer der wenigen intakten Metapopulationen der Deutschen Tamariske im Ostalpenraum.
Das Kalserbach-System zählt zu den letzten intakten Tamarisken-Lebensräumen der Ostalpen und ist für ein Kraftwerk die völlig falsche Adresse.

WWF-Gewässerschutzexpertin Marie Pfeiffer
Bild: WWF Österreich
Erleichterung bei der Umweltschutzorganisation WWF, wie Gewässerschutzexpertin Marie Pfeiffer betont: „Das Kalserbach-System zählt zu den letzten intakten Tamarisken-Lebensräumen der Ostalpen und ist für ein Kraftwerk die völlig falsche Adresse. Auch die Energiewende braucht klare ökologische Grenzen.“
Die Wasserentnahme, die Wehr und die Druckrohrleitung würden die natürlichen Abläufe des Baches tiefgreifend verändern. Der WWF fordert nun das endgültige Aus des Projekts.
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