Rufe nach Preisbremse

Iran-Krieg eskaliert: Diesel knackt 2-Euro-Marke

Wirtschaft
23.07.2026 10:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Erneut eskaliert der Krieg im Nahen Osten, was die Öl- und Spritpreise weiter steigen lässt. An heimischen Tankstellen knackte Diesel die 2-Euro-Marke – und zwar landesweit. Die Bundesregierung verhandelt jetzt über eine ausgeweitete Spritpreisbremse.

Der Liter Diesel kostete am Mittwoch im österreichweiten Median – der Preis genau in der Mitte aller Preismeldungen – 2,009 Euro. Fast überall knackte er damit die 2-Euro-Marke, lediglich in der Steiermark lag der Medianpreis mit 1,994 Euro darunter, wie aus Daten der E-Control hervorgeht. Am teuersten war Diesel mit 2,029 Euro in Salzburg und Vorarlberg. Am Vortag lag der Preis für Diesel österreichweit noch bei 1,989 Euro.

Auch Benzinpreis klettert nach oben
Auch der Preis für Superbenzin kletterte in den letzten Tagen stetig nach oben. Am Mittwoch lag er bei 1,878 Euro pro Liter, am Tag davor lag er bei 1,864 Euro.

Nach Entspannung im Juni klettern die Treibstoffpreise jetzt wieder nach oben.
Nach Entspannung im Juni klettern die Treibstoffpreise jetzt wieder nach oben.(Bild: Katrin Fister)

Massive Steigerung
In der Woche vor Beginn des Iran-Kriegs im Februar kostete Benzin im österreichweiten Median 1,52 Euro pro Liter und Diesel 1,57 Euro. Am Höhepunkt der Preisrallye Ende März lag der bundesweite Median für Benzin bei rund 1,9 Euro und für Diesel bei rund 2,2 Euro.

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Medianpreise für Diesel und Super in Euro pro Liter von Januar bis Juli 2026. Beide Preise steigen ab März deutlich an, sinken danach und steigen im Juli wieder. Diesel erreicht am 22. Juli über 2 Euro, Super 1,878 Euro pro Liter. Quelle: E-Control.

Angesichts der massiven Preissteigerung wurde im April die 10-Cent-Spritpreisbremse eingeführt, die aus Mineralölsteuer-Senkung und Margenbegrenzung bestand. In den Folgemonaten wurde sie aber immer weiter reduziert. Nach 1,7 Cent pro Liter im Juni beträgt die Senkung der Mineralölsteuer (MÖSt) für Juli im Rahmen einer monatlichen Verordnung nur mehr 0,8 Cent je Liter.

Einigung Ende Juli notwendig
Ende Juli muss sich die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS wieder darauf einigen, wie hoch der Spritpreis-Entlastungsbeitrag ausfallen soll. Nach „Krone“-Informationen laufen die Verhandlungen dazu.

Begleitet werden sie von Rufen nach einer neuerlichen Ausweitung der Spritpreisbremse, die angesichts der jüngsten Preissteigerungen immer lauter. So pochte etwa der ÖGB zuletzt darauf, wieder eine „wirksame Margenregelung“ einzuführen, jedenfalls für Diesel und Heizöl. Die FPÖ fordert gar die Halbierung der Mineralölsteuer und eine Abschaffung der CO2-Steuer.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung