Die Entfremdung im Hause Jolie-Pitt geht in die nächste Runde: Nach Shiloh, Zahara und Maddox hat nun auch die 18-jährige Vivienne offiziell die Streichung des Namens „Pitt“ beantragt. Was als eine der spektakulärsten Liebesgeschichten Hollywoods begann, endet im juristischen Dauerstreit.
Vivienne Marcheline Jolie-Pitt hat einen Antrag beim Los Angeles County Superior Court eingereicht, um den Nachnamen ihres Vaters streichen zu lassen. Künftig möchte die 18-Jährige rechtlich nur noch Vivienne Marcheline Jolie heißen. Als Grund gibt das Dokument „persönliche Gründe“ an. Eine Anhörung ist für den 2. November angesetzt.
Die Entscheidung kommt jedoch nicht völlig überraschend. Bereits im Mai 2024 wurde Vivienne im Programmheft des Broadway-Musicals „The Outsiders“, das sie gemeinsam mit ihrer Mutter produzierte, als Vivienne Jolie aufgeführt.
Kein Einzelfall in der Familie
Vivienne folgt damit dem Beispiel ihrer Geschwister: Shiloh hatte ihren Antrag auf die Streichung des Nachnamens Pitt an ihrem 18. Geburtstag eingereicht. Dieser wurde im August 2024 genehmigt. Die Anträge von Zahara und Maddox sind noch anhängig; ihre Anhörungen sind für September angesetzt.
Anfang dieses Monats schlossen beide Geschwister zudem das nach kalifornischem Recht vorgeschriebene Verfahren zur Veröffentlichung ihrer Namensänderung in einer Zeitung ab. Die entsprechenden Bekanntmachungen erschienen vier Wochen in Folge im „Los Angeles Daily Journal“. Laut Unterlagen, die „Page Six“ vorliegen, beantragte die 21-jährige Zahara die Namensänderung zu Zahara Marley Jolie, nachdem sie diesen Namen bereits bei ihrer Abschlussfeier am Spelman College öffentlich verwendet hatte. Der 24-jährige Maddox möchte künftig Maddox Chivan Jolie heißen.
Kundmachungen in kalifornischen Zeitungen
Aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Zaharas Bekanntmachung am 16., 23. und 30. Juni sowie am 7. Juli im „Los Angeles Daily Journal“ veröffentlicht wurde. Darin heißt es, dass Personen, die Einspruch gegen den Antrag erheben möchten, ihre Einwände schriftlich vor der angesetzten Gerichtsverhandlung einreichen müssen.
Zahara soll am 28. September vor Gericht erscheinen. Wenn keine Einwände eingehen, kann ihr Antrag genehmigt werden. Auch Maddox‘ Bekanntmachung erschien laut Gerichtsunterlagen in derselben Zeitung – am 10., 17. und 24. Juni sowie am 1. Juli. Die Veröffentlichung in einer Zeitung gehört in Kalifornien zu den gesetzlichen Voraussetzungen, bevor ein Richter eine Namensänderung genehmigen kann.
Vivienne und offenbar ihr Zwillingsbruder Knox müssen diesen Weg auch gehen: Knox Jolie-Pitt hatte bei seiner Abschlussfeier an der Fusion Academy in Los Angeles nur den Namen Knox Jolie auf einem Diplom stehen.
Ein Insider aus dem Umfeld von Brad Pitt äußerte sich gegenüber dem „People“-Magazin betrübt: „Es ist traurig mitanzusehen, wie die erfolgreiche Entfremdung der Kinder vom anderen Elternteil immer wieder öffentlich gemacht wird.“




Vom Hollywoodtraum zum Rosenkrieg
Die tragische Liebesgeschichte von Jolie und Pitt begann 2004 bei den Dreharbeiten zur Actionkomödie „Mr. & Mrs. Smith“. Obwohl Pitt damals noch mit Jennifer Aniston verheiratet war, entflammte zwischen ihm und Angelina Jolie eine intense Romanze. Schnell wurden sie zum absoluten Traumpaar Hollywoods und „Brangelina“ getauft.
Das Paar inszenierte und feierte sich als multikulturelle Großfamilie. Die Familie setzte sich aus drei adoptierten und drei leiblichen Kindern zusammen, die an ganz unterschiedlichen Orten zur Welt geboren wurden: Sohn Maddox, der 2001 geboren wurde, wurde in Kambodscha adoptiert.
Zahara wurde in Äthiopien geboren. Für die Geburt der ersten leiblichen Tochter Shiloh reiste das Paar 2006 extra nach Afrika. Geboren wurde sie in Swakopmund in Namibia. Pax (2003) wurde in Vietnam adoptiert, die Zwillinge Knox und Vivienne brachte Jolie in Nizza in Frankreich zur Welt.
Nach über zehn Jahren Beziehung gaben sich Pitt und Jolie im August 2014 auf ihrem französischen Anwesen Château Miraval das Ja-Wort. Doch das Familienglück hielt nicht lange: Bereits im September 2016 reichte Jolie überraschend die Scheidung ein. Auslöser war ein Vorfall in einem Privatjet, bei dem es zwischen Pitt und den Kindern zum Streit gekommen sein soll.
Bis heute zerstritten
Nach einem langjährigen, erbitterten Sorgerechtsstreit wurde die Scheidung Ende 2024 rechtskräftig. Dennoch schwelen die juristischen Auseinandersetzungen weiter – unter anderem um Anteile an ihrem gemeinsamen Weingut Château Miraval. Die anhaltende Distanzierung der Kinder zeigt nun deutlich, wie tief die Gräben innerhalb der Familie bis heute sind.


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