Schweizer Energieriese

Volenergy übernimmt heimische BP-Tankstellen

Wirtschaft
20.07.2026 15:15

Das Schweizer Energieunternehmen Volenergy übernimmt das österreichische Tankstellengeschäft von BP. Die Standorte sollen auch nach dem Eigentümerwechsel unter der bekannten Marke weitergeführt werden. Mit dem Verkauf verfolgt der britische Energiekonzern eine Neuausrichtung seiner Investitionen.

Das österreichische Tankstellen- und Ladesäulennetz des britischen Energiekonzerns BP erhält mit Volenergy bald einen neuen Besitzer. Der Schweizer Energieriese übernimmt laut Vereinbarung 250 BP-Tankstellen, von denen sind rund 115 im Eigentum des Unternehmens und werden im Franchise-Modell betrieben. BP ist dabei Eigentümer der Tankstellen und Franchise-Nehmer tragen die operative Verantwortung im Tagesgeschäft. Die übrigen Standorte werden laut BP nach anderen Modellen betrieben, darunter eigentümergeführte oder unbemannte unternehmenseigene Standorte. Zum Kaufpreis gibt es noch keine näheren Informationen.  

Die Tankstellenstandorte in Österreich sollen im Rahmen einer Markenlizenzvereinbarung weiterhin unter der Marke „bp“ betrieben werden, hieß es in einer Aussendung. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2026 erwartet. BP will durch den Verkauf seine Bilanz stärken und das Downstream-Portfolio weiterentwickeln.

Downstream-Portfolio

Es umfasst alle Aktivitäten nach der eigentlichen Förderung (Upstream) und dem Transport (Midstream). Ein Downstream-Portfolio beinhaltet beispielsweise Raffinerien, die Rohöl in Benzin oder Kerosin umwandeln, die petrochemische Produktion sowie das Tankstellennetz.

„Wir konzentrieren unsere Investitionen auf die Assets (Anm.: Anlagen, Standorte und Geschäftsbereiche) und Märkte, in denen BP besonders wettbewerbsfähig ist und den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden schaffen kann“, erklärt BP-Manager Richard Harding dazu. BP gehört neben OMV, Eni, Shell und Doppler zu den größten Tankstellenbetreibern in Österreich und hatte zuvor bereits seine Tankstellennetze in den Niederlanden (2025), der Türkei (2024) und der Schweiz (2022) verkauft.

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