Unglaublich

Das Brickerl kostet heute weniger als 1976

Wien
17.07.2026 19:30

Österreicher im Kampf um Klassiker erfolgreicher als deutsche Nachbarn. Und man muss dafür weniger tief in Börserl greifen. Gibt es noch weitere eiskalte Schnäppchen? 

Die Zutaten mögen sich verändert haben, und kleiner ist das Brickerl auch geworden, aber immerhin: Der Freibad-Klassiker widersetzt sich auch insofern allen Trends, als er heute billiger ist als vor 50 Jahren: Damals kostete das noch „Schoko-Brickerl“ heißende Eis 2,50 Schilling. Das wären aktuell 70 Cent. Zumindest wenn man eine Packung mit acht Stück kauft, kommt man also in den meisten Geschäften heute mit rund 10 Cent weniger pro Eislutscher davon.

Billiger als vor 50 Jahren
Halbwegs preisstabil zeigt sich auch der „Jolly“. Ab „Twinni“ und „Combino“ wird aber die allgemeine Teuerung übersprungen, vom „Cornetto“ ganz zu schweigen. 
Eigentlich hätte das Brickerl ja 2025 den (letzten) Weg von „Paiper“, „Rum-Kokos-Nogger“ und anderen Kindheitserinnerungen gehen sollen. Aber das Echo auf eine Petition von kronehit-Moderator Theo Kämmerer ließ den Unilever-Konzern umdenken, der sich hinter der Marke Eskimo (oder Lagnese, Algida, Frigo, Wall’s und andere mehr quer durch Europa) zwecks lokalem Anstrich verbirgt.

Fan-Protest rettete das Brickerl
Die Liebe Österreichs zum Brickerl beweist patriotischen Instinkt: Das Produkt fand sich – zum Unterschied etwa vom „Nogger“ – nie in der Unilever-Produktpalette anderer Länder. Umgekehrt konnte der deutsche Sommer-Fixpunkt „Grünofant“ in Österreich nur eine Saison überleben. Und Unilever fürchtet Groll österreichischer Konsumenten offenbar mehr als jenen von Deutschen: Denn dort zeigte der Konzern den Rufen, den Grünofanten zurückzubringen, die kalte Schulter.

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